Foodfachzeitung im Internet
Donnerstag, 21. Februar 2019
Tipp
14.02.2019
Lamm und Zicklein - nose to tail

Lernen Sie in 80 Rezepten die Zartheit und das Aroma von Lamm und Gitzi kennen. Ferner Rassenporträts, Fleischreifung, Gartechniken sowie Teilstück- und Gewürzkunde. (Buchtipp)
News, Tipps, …
Druckansicht14.01.2019
KOMMENTAR: Wie echt schmeckt veganes Hackfleisch?

Hackfleisch ist eines der vielseitigsten Fleischprodukte mit zahlreichen Möglichkeiten für die Convenienceherstellung – von Burgern über Meatballs bis zum Tatar. Hackfleischprodukte haben konzeptionelle Ähnlichkeiten zu Wurstwaren aber ohne deren Nachteile. Sie erlauben die bei Würsten attraktive innerliche Würzung. Hinzu kommt der Vorteil, dass Hackfleischprodukte auch aus preiswerten währschaften Stücken stets eine mürbe Textur ergeben, und dass diese durch Zutaten wie Fett, Speck, Brot, Paniermehl und Gemüse optimiert werden kann.

Mit seinem moderaten Kilopreis ist Gehacktes ein günstiger Rohstoff, der sich vielseitig verwenden lässt wie für Hackbraten, Hamburger, Bolognesesauce oder Meatballs. Letztere waren sogar das «symbolische» Tessiner Gericht der Genusswoche 2018.

Nun erfährt Hackfleisch eine weitere Ehre: es kann mit veganen Zutaten nachgebaut werden in «gefürchig echter» Qualität - wenn man der sensorischen Kompetenz der Veganen Gesellschaft vertraut. Aussehen, Textur und Geschmack seien wie bei richtigem Hackfleisch. Diese Aussage bezieht sich auf das «Gehackte 100% vegan» des dänischen Herstellers Naturli, ein «veganes Sojaeiweissprodukt» das seit September bei Coop im Verkauf steht. Der Kilopreis liegt bei 14.90 (zum Vergleich: Rindshack kostet 20-24 Fr).

Aber bei der Zutatenliste hört die Änlichkeit auf: das vegane Produkt enthält 13 Zutaten und ausserdem 3 Zusatzstoffe: Farbstoff, Aroma und den Stabilisator Methylcellulose – weit entfernt von einem Naturprodukt. Die «echte» Qualität erschöpft sich im Aussehen: Form und Farbe sind mit Rindshack vergleichbar. Der Geschmack ist mild und neutral ohne das typische bohnenartige Aroma vieler Sojaprodukte. Aber die Konsistenz in Form von Burgerpattys weicht stark von Beefburgern ab: sie ist viel weicher.

Auch Ernährungsexperten sind nicht entzückt über das Fettsäurespektrum: Das vegane Hack deklariert 80% gesättigte Fettsäuren. Rinderfett besitzt nur 50% davon. Das vegane besitzt zwar 3.8% Nahrungsfasern (Fleisch keine) aber 1.2% Salz (Fleisch nur 0.2%). Der Proteingehalt des Fleisches ist leicht höher (20% gegenüber 18%).

Dass vegane Produkte sich mit fleischlichen Bezeichnungen wie «Gehacktes» schmücken, ist umstritten. Rolf Büttiker, Ombudsmann der Schweizer Fleischwirtschaft findet «dies für die Konsumenten höchst verwirrend». Er fordert weitgehende Deklarationsvorschriften, damit Konsumenten nicht getäuscht würden. (GB)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
20.02.2019
dNEWS: Die offiziell besten Bioprodukte 2019
18.02.2019
dNEWS: Fraunhofer-Institut erforscht Ersatz von Palmfett
13.02.2019
dBlumen und Schokoladeherz nicht vergessen: 14. Februar ist Valentinstag.
13.02.2019
d«Filet des Monats» für Gastrobuchautor Herbert Huber
11.02.2019
dNEWS: Erste Fricktaler Crevetten bald erntereif
07.02.2019dHygienerisiken bei Rohkost
05.02.2019dDo-it-yourself-Ideen mit Upcycling gegen Foodwaste
01.02.2019dKOMMENTAR: Wie sieht umweltoptimierte Ernährung aus?
30.01.2019dNEWS: Neue stark fettreduzierte Burger bei SV-Gruppe
28.01.2019dNEWS: offiziell innovativste Süsswaren 2019
23.01.2019dTIPP: proteinreiches Quinoa und Amaranth zubereiten
21.01.2019dTrends der Schweizer Landwirtschaft
16.01.2019dNEWS: Lindt & Sprüngli wächst und prosperiert
14.01.2019dKOMMENTAR: Wie echt schmeckt veganes Hackfleisch?
09.01.2019dNEWS: Nahrungsmittelverbrauch-Trends in der Schweiz
07.01.2019dNEWS: Regional ist Konsumenten wichtiger als Bio
02.01.2019dAnti-Foodwaste-Kochtipp: Chinoise reloaded
30.12.2018dSilvester-Rezeptideen zum schmunzeln: je extra desto vaganter
27.12.2018dTIPP: Fondue Chinoise risikolos zubereiten
26.12.2018d«Kulinarisches Erbe der Schweiz» feiert 10 Jahre
21.12.2018dTIPP: Genfer Kardy als Weihnachtsgemüse
19.12.2018dTIPP: Gebrannte Mandeln selber machen
17.12.2018dTIPP: Ceylon- oder Cassia-Zimt?
13.12.2018dKOMMENTAR: Brauchen wir Frauen-Bier und Männer-Müesli?
11.12.2018dKOMMENTAR: Schweizer Tierschutz zu Tierwohllabels
10.12.2018dTIPP: Bananenbrot aus überreifen Bananen
05.12.2018dNEWS: Rhabarbersaft als natürliches Antioxidationsmittel
02.12.2018dGold an der Koch-WM für die Schweiz
28.11.2018dNEWS: Schweizer Biermarkt wächst
27.11.2018dNEWS: Schweizer sind weltweit grösste Kaffeetrinker
Ecke für Profis
16.02.2019
.METZGEREI: Schweizer Kuh- und Kalbfleisch werden immer knapper

Die Kalb- und Rindfleischproduktion in der Schweiz ist eng an die Milchproduktion gekoppelt. Seit ein paar Jahren stellen immer mehr Betriebe die Milchproduktion ein. Das bekommt die Fleischbranche zu spüren: den Kälbermästern fehlen die Kälber.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland