Foodfachzeitung im Internet
Donnerstag, 29. Oktober 2020
Tipp
21.09.2020
Buchtipp: Einfach gute Steaks

Das Beste von Rind, Schwein, Poulet & Co. – klassisch oder neu. Mal köstlich gefüllt, mal mit Kruste: die ganze Vielfalt saftiger Steaks. Der Weg zum perfekten Gargrad isteinfach erklärt.
News, Tipps, …
Druckansicht26.07.2020
Gesundheit von Mensch und Tier hängt zusammen

Die am häufigsten verzeichneten Zoonosen beim Menschen bleiben auch 2019 Campylobacteriose und Salmonellose. Zoonosen sind Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen und umgekehrt übertragen werden können. Menschen können sich mit zoonotischen Krankheitserregern über Kontakt zu infizierten Tieren oder über den Konsum von kontaminierten Lebensmitteln tierischer Herkunft anstecken. Aus diesem Grund ist die Überwachung von Zoonosen sowohl bei Tieren, Menschen wie auch in Lebensmitteln von zentraler Bedeutung. In einem Bericht des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV zur Überwachung von Zoonosen und lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen werden die häufigsten Zoonosen zusammenfassend aufgeführt.

Im Jahr 2019 war die Campylobacteriose erneut die am häufigsten verzeichnete Zoonose beim Menschen. In den meisten Fällen steckt sich der Mensch über kontaminierte Lebensmittel an, wobei Geflügelfleisch als wichtigste Infektionsquelle gilt. Die zweithäufigste Zoonose in der Schweiz ist die Salmonellose. Auch hier sind die häufigsten Infektionsquellen kontaminierte Lebensmittel – insbesondere Eier, nicht- pasteurisierte Milch, Fleisch, aber auch kontaminierte Lebensmittel nicht tierischer Herkunft (z. B. Salate, Gemüse).

Bei der Campylobacteriose sind es etwa 7000, bei der Salmonellose rund 1500 gemeldete Fälle. Die Dunkelziffer wird aber um einiges höher geschätzt. Dabei gilt bei beiden Krankheiten: Eine gute Küchenhygiene kann das Infektionsrisiko deutlich reduzieren (siehe sichergeniessen.ch).

Die vier zentralen Grundsätze:
1. rohes Fleisch und genussfertige Speisen getrennt verarbeiten, dabei separates Geschirr und Besteck verwenden (z. B. bei Grillfleisch und Fleischfondue).
2., verderbliche Lebensmittel immer kühl lagern, denn verschiedene schädliche Keime vermehren sich in Lebensmitteln bei Zimmertemperatur.
3. Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte müssen vor dem Genuss gut durcherhitzt werden.
4. vor und nach dem Zubereiten von Speisen sowie gleich nach dem Kontakt mit rohem Fleisch sind die Hände mit Seife zu waschen.

Besonders mit Blick auf die begonnene Grillsaison ist die hygienebewusste Zubereitung von Essen wichtig. Die Anzahl Fälle von Q-Fieber hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Dieser Anstieg ist zu einem grossen Teil auf einen Ausbruch im Frühjahr im Tessin zurückzuführen. Der Ausbruch stand mit grosser Wahrscheinlichkeit mit zwei infizierten Ziegenherden im Zusammenhang. Weiter gab es 2019 erneut einen Anstieg der Infektionen mit Verotoxin-bildenden E. coli (VTEC) beim Menschen. Diese können beim Menschen schwere, blutige Durchfälle auslösen.

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Veterinär- und Humanmedizin, wie dies beim One-Health-Ansatz vorgesehen ist, ist von grosser Bedeutung. Nur so können komplexe gesundheitliche Herausforderungen wie Zoonosen bewältigt werden. (BLV)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
28.10.2020
dNEWS: Starker Umsatzeinbruch bei Schweizer Schoggi
27.10.2020
dFORSCHUNG Bioverpackungen mit gleich guten Barrieren wie konventionelle
26.10.2020
dTIPP: Pilze statt Fleisch auf dem Teller
25.10.2020
dNEWS: Dinkel liegt stark im Trend
21.10.2020
dFORSCHUNG: Die wahren Kosten je nach Lebensmittelart
20.10.2020dTIPP: Slow Food Market 24.10.2020 in Zürich
19.10.2020dTREND: Baumnuss-Produktion boomt in der Schweiz
18.10.2020dNEWS: Niklas Schneider ist offiziell bester Schweizer Koch 2020
14.10.2020dFORSCHUNG: Fördert rotes Fleisch Darmkrebs?
13.10.2020dTIPPS: Caramelbonbons und Fudge herstellen
12.10.2020dWissenschafter fordern Werbebeschränkungen für ungesunde Produkte
11.10.2020dTIPP: Luzerner Käsefest findet trotz Corona statt
07.10.2020dFORSCHUNG: Neuartige Biofolie verlängert Frische achtfach
06.10.2020dAm 9. Oktober ist Welt-Ei-Tag
05.10.2020dFORSCHUNG: Naturstoff Quercetin hemmt Coronavirus
04.10.2020dKOMMENTAR: «Tierschutz» kritisiert zu hohe Labelfleisch-Margen
30.09.2020dFORSCHUNG: Raps statt Soja als Pflanzenprotein-Rohstoff
29.09.2020dFORSCHUNG: Ranzigkeit von Leinöl vermeiden
27.09.2020dNEWS: Fairtrade-Konsum erreicht neuen Rekord
23.09.2020dSimon Grimbichler ist offiziel bester Jung-Fleischkoch 2020
22.09.2020dNEWS: Micarna züchtet Felchen und Egli in Birsfelden
17.09.2020dNEWS: SÜFFA 2020 ist abgesagt
16.09.2020dWissenswertes über Salzsorten
15.09.2020dFORSCHUNG: Auch Bakterien stiften Weinaroma
14.09.2020dTIPP: Raclette-Festival in Spreitenbach
09.09.2020dShiitake-Pilze sind antikanzerogen und Immunsystem-stärkend
08.09.2020dTIPP: Truck Stop Tour statt Streetfood Festival
07.09.2020dNEWS: Linard Lüchinger ist offiziell bester Burgergrilleur 2020
02.09.2020dEher Jod als Vit.B12 ist Sorgenkind bei veganer Ernährung
01.09.2020dNEWS: Innovative Reifegrad-Messung für Avocados
Ecke für Profis
23.10.2020
.METZGEREI: Aromatisches Fleisch von exotischem Rindvieh

In der Rindviehfamilie gibt es Exoten, die auch in der Schweiz gehalten werden. Ihr Fleisch besitzt vorteilhafte Eigenschaften. Bisons gelten als Wildtiere, anders die zahmeren Wasserbüffel, Yak und Zebu.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland