Foodfachzeitung im Internet
Montag, 19. April 2021
Tipp
27.03.2021
SÜFFA 2021 bereits im September

Metzgerei-Fachmesse vom 18. bis 20. 9. 2021 in Stuttgart: Vorschau
News, Tipps, …
Druckansicht10.12.2019
TIPP: Ofengaren auch für Gemüse

Fast jedes Gemüse ist geeignet, selbst der von vielen gemiedene Rosenkohl. Durch die Hitze wird das Gemüse weich, bräunt und entwickelt angenehme Röstaromen. Köstlich sind auch Kombinationen mit Obst wie Äpfel und Birnen. Die Zubereitung ist schnell und einfach. Das Gemüse wird klein geschnitten und auf ein Backblech gelegt. Das Gemüse sollte mit Öl benetzt sein, aber nicht darin schwimmen. Für ein Blech sind meist zwei Esslöffel Olivenöl oder Rapsöl ausreichend. Legen Sie die einzelnen Stücke nicht zu eng, damit sie schön knusprig werden.

Nun wird das Gemüse je nach Geschmack mit verschiedenen Gewürzen verfeinert. Neben Salz und Pfeffer sorgen Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Paprika, Cayennepfeffer, Muskat, Curry oder Zimt für mehr Pfiff auf dem Blech. Die Aromen des Gemüses sollten unterstützt, aber nicht überdeckt werden. Dann kommt die frische Kost bei 180 Grad Celsius in den Backofen.

Die Backzeit variiert je nach Art und Grösse der Stücke. So brauchen Brokkoli, Paprika und Zucchini rund 15 Minuten, Fenchel und Aubergine 20 Minuten, während Karotten, Süsskartoffel, Rote Bete und Hokkaidokürbis nach etwa 30 Minuten gar sind. In dieser Zeit sollte das Gemüse ein bis zwei Mal gewendet werden, damit es von allen Seiten knusprig wird. Wer mag kann es zehn Minuten vor Backende noch mit Parmesan, Mozzarella oder Feta überbacken.

Der Klassiker sind Ofenkartoffeln – gewürzt mit etwas Olivenöl, Rosmarin, Salz, Pfeffer und Knoblauch. Je dünner die Scheiben, desto kürzer die Backzeit. Die Kartoffel lässt sich auch prima auf einem Blech mit Zucchini, Roter Bete, Birne und Avocado kombinieren. Im Kühlschrank hält es sich zwei bis drei Tage und kann auch kalt gegessen werden.

Wissenswertes über Gemüse

Wichtige Qualitätsmerkmale von Gemüse sind der Geschmack, die Frische und damit auch der Gesundheitswert. Das beste Aroma hat frisches Freilandgemüse der Saison. Das Gemüse sollte frisch geerntet sein und möglichst kurz und schonend transportiert werden. Saisonales Gemüse aus der Region erfüllt diese Kriterien fast automatisch. Entscheidende Frischemerkmale für den Einkauf sind
•die Blätter und Blüten sind elastisch, nicht welk oder vergilbt,
•das Wurzel- oder Stängelgemüse ist fest und knackig,
•das Fruchtgemüse weist einen sortentypischen Glanz auf
•die Schnittflächen an Stängeln oder Strünken sind hell und feucht, nicht verholzt oder braun.

Gemüse ist, je nach Art und Sorte in unterschiedlichem Masse, reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen, bei vergleichsweise geringem Kaloriengehalt. Es gilt daher als ernährungsphysiologisch hochwertiges Lebensmittel. Je frischer das Gemüse ist, umso höher sein Nährwert. Mit zunehmender und bei unsachgemässer Lagerung verliert es viel von seinen Inhaltsstoffen. Auch eine falsche Zubereitung, etwa zu starkes oder langes Erhitzen, wirkt sich ungünstig auf seinen Gesundheitswert aus.

Die botanische Definition von Gemüse entspricht nicht hundertprozentig dem warenkundlichen Begriffsverständnis des Handels. So zählen Kartoffeln aus Sicht der Botaniker zwar zum Gemüse, gelten aber warenkundlich als eigenständiges Handelsgut. Pilze dagegen finden sich ebenfalls in der Gemüseabteilung und werden ähnlich wie Gemüse verarbeitet. Botanisch allerdings zählen sie nicht zum Gemüse, da sie keine Pflanzen sind. Auch die Abgrenzung zum Obst ist unscharf: Tomaten und Kürbisse gelten nach den Regeln der Botanik als Früchte, also Obst. Im Handel und in der Küche aber werden sie aber dem Gemüse zugerechnet.

Pflanzenteile, die sowohl als Gemüse und Gewürz verwendet werden, wie Peperoni oder Zwiebeln, gelten als Gemüse, wenn sie eine Hauptkomponente im verzehrfertigen Gericht bilden und als solche auch hervortreten. Getreidekörner und die trockenen Samen der Körnerhülsenfrüchte wie Erbsen oder Linsen zählen nicht zum Gemüse, obwohl auch sie von einjährigen Pflanzen stammen. Frisch angeboten aber werden auch Erbsen oder Bohnen kulinarisch dem Gemüse zugerechnet. (BzfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
18.04.2021
dFORSCHUNG: Folgen der Trinkwasserinitiative-Annahme
14.04.2021
dKOMMENTAR: Veganer Fischersatz liefert kaum Fisch-Nährstoffe
13.04.2021
dSAISON: Ist Rhabarber Gemüse oder Frucht?
12.04.2021
dKOMMENTAR: Keine gute Noten für Geschmack von Vegan-Pattys
10.04.2021
dNEWS: Migros deklariert Nutri-Score auf Eigenmarken
07.04.2021dSchalentier-Allergiker sollten Insektenprodukte meiden
06.04.2021dRessourcen sparen dank Nährstoffen aus Insekten, Pilzen und Algen
01.04.2021dKEIN APRILSCHERZ: Gemüseanbau im Weltraum
31.03.2021dTIPPS: Osterlamm richtig zubereiten
30.03.2021dNEWS: Die Migros wächst und prosperiert
29.03.2021dTIPPS: Wie lange halten sich gekochte Eier?
24.03.2021dKOMMENTAR: Wissenschaftler plädieren für Nutri-Score-Pflicht
23.03.2021dKOMMENTAR: Food Megatrends aus Sicht des GDI
22.03.2021dNEWS: Migros lanciert Nachhaltigkeits-Noten auf Produkten
21.03.2021dNEWS: Biokäse und Biobutter boomen im Detailhandel
17.03.2021dFORSCHUNG: Schon wenig Gezuckertes erhöht Körperfett
16.03.2021dKOMMENTAR: Nahrungsergänzung plus angereicherte Produkte ist riskant
15.03.2021dNEWS: Vegane Ernährung schmälert Knochengesundheit
13.03.2021dKinderwerbung für Fast Food, Snacks und Süsses nimmt zu
10.03.2021dNEWS: Schweizer essen mehr Guetzli aber importierte
09.03.2021dNEWS: Ja zum Freihandel mit Indonesien – die Folgen
08.03.2021dTIPP: Die richtige Bratpfanne
07.03.2021dWho is who bei den Hülsenfrüchten
03.03.2021dKOMMENTAR: Vitamin-D-Präparate zur Virenabwehr ist unbewiesen
02.03.2021dTIPP: Fleisch – Ausstellung der Nationalbibliothek in Bern
01.03.2021dNEWS: Schweizer essen weniger Schoggi aber mehr importierte
28.02.2021dNEWS: innovative Selenanreicherung im Apfelanbau
24.02.2021dKOMMENTAR: Appell an Verarbeiter - wenn Salz dann jodiertes
23.02.2021dNEWS: Bio boomt in Europa
22.02.2021dTIPPS: Schöne Haut dank gesunder Ernährung
Ecke für Profis
16.04.2021
.BÄCKEREI: Comeback von Buchweizen – die Vorteile

Brot und Teigwaren aus Buchweizen: Das glutenfreie Trendlebensmittel ist nussig-aromatisch und hat viel Potenzial als Alternative zu etablierten Getreidearten. Umgang erfordert Fachwissen.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland