Foodfachzeitung im Internet
Montag, 23. November 2020
Tipp
08.11.2020
ISM 2021: neu mit Handwerksprodukten von Kleinstbetrieben

Die Signale der Süsswaren- und Snackbranche stehen auf Re-Start. Messevorschau
News, Tipps, …
Druckansicht22.10.2019
GDI-Studie Food loss: Wohin unser Essen verschwindet

Zehn Milliarden Menschen zu ernähren, wäre theoretisch kein Problem. In der Praxis sieht die Situation anders aus. Zum Beispiel gehen Nahrungsmittel entlang der ganzen Versorgungskette verloren. In einer Grafik fassen GDI-ResearcherInnen wichtige Gründe zusammen.

Das globale Food System hat viel Potenzial: Laut einer Studie der EAT-Lancet Commission on Healthy Diets From Sustainable Food Systems könnten mehr als zehn Milliarden Menschen ernährt werden, ohne dass das ökologische System aus dem Gleichgewicht geraten würde. Klar ist: Die Realität ist eine andere. Einer von drei Menschen auf der Erde ist mangelernährt, mehr als 820 Millionen leiden Hunger – gleichzeitig essen Millionen Menschen zu viel und gehen jedes Jahr schätzungsweise ein Drittel aller Lebensmittel weltweit verloren oder werden verschwendet.

Dieser Verlust ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen wie eine mangelhafte Infrastruktur, nicht funktionierende Märkte, Preismechanismen oder ein fehlender rechtlicher Rahmen. In den einkommensschwachen Ländern gehen Lebensmittel eher in der frühen und mittleren Phase der Versorgungskette verloren, etwa wenn das Klima zu trocken war und die Saat nicht aufgehen konnte. In den Industrieländern hingegen kommt es häufiger auf Konsumebene zu Verlusten. So werden in Europa und Nordamerika pro Kopf ungefähr 95 bis 115 Kilogramm Lebensmittelabfälle jährlich produziert. In Subsahara-Afrika und Südostasien sind es 6 bis 11 Kilogramm.

Food Waste, das Wegwerfen und Verschwenden von verwertbarem Essen, ist eine Form des Food Loss. Dieser umfasst alle Formen des Verlusts von für den menschlichen Verzehr hergestellten, aber nicht von Menschen gegessenen Lebensmitteln. Die Gründe für Food Loss können unterschiedlich sein: Schädlingsbefall, Fehler bei Ernte, Lagerung, Transport – oder eben Food Waste, der im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk passiert, von der Primärproduktion bis zur Endkonsumentin. Zum Beispiel werden frische Produkte in der Lieferkette aussortiert, die in Bezug auf Grösse, Form und Farbe von der Norm abweichen. Sie werden aus dem System genommen, weil sie nicht gekauft werden würden.

Wir alle tragen in irgendeiner Form zum Verlust von Nahrungsmitteln bei und sind so auch mitverantwortlich für die Konsequenzen. Durch einen bewussteren Umgang mit Essen könnten wir dazu beitragen, dass nicht nur weniger verschwendet, sondern überhaupt weniger produziert wird. Die Folge davon wäre ein global geringerer Verbrauch an Ressourcen wie Wasser oder Land. Das wiederum hätte positive Auswirkungen auf das Klima und damit – und hier schliesst sich der Kreis – auch auf die Nahrungsmittelproduktion in den Gebieten, die vom Klimawandel besonders betroffen sind und in denen Menschen Hunger leiden.

Auszug aus dem neuen «European Food Trends Report 2019»
GDI-Studie Nr. 47 / 2019,
Bestellen:
https://www.gdi.ch/de/publikationen/studien-buecher/european-food-trends-report-2019
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
22.11.2020
dFORSCHUNG: intelligente Fleischverpackung erkennt Frischeverlust
18.11.2020
dNEWS: Migros lanciert Eier ohne Tötung männlicher Küken
17.11.2020
dNEWS: Michel Péclard ist offiziell bester Gastronom 2020
16.11.2020
dFORSCHUNG: Apfelschalen statt synthetische Antioxidantien
15.11.2020
dNEWS: Weniger Biscuits und Süsswaren exportiert
11.11.2020dTIPP: Paprikagewürz von edelsüss bis rosenscharf
10.11.2020dKOMMENTAR: Dichtung und Wahrheit über Clean Eating
09.11.2020dFORSCHUNG: Vitamin E aus Palmöl stärkt Immunsystem
08.11.2020dNEWS: Migros lanciert Selbst-Abfüllen in Filialen
05.11.2020dIngwer boomt – und wächst in der Schweiz
03.11.2020dDetailhandel-Standards können umweltschädlich sein
01.11.2020dFORSCHUNG: Insekten verwerten Bioabälle effizient und nachhaltig
28.10.2020dNEWS: Starker Umsatzeinbruch bei Schweizer Schoggi
27.10.2020dFORSCHUNG Bioverpackungen mit gleich guten Barrieren wie konventionelle
26.10.2020dTIPP: Pilze statt Fleisch auf dem Teller
25.10.2020dNEWS: Dinkel liegt stark im Trend
21.10.2020dFORSCHUNG: Die wahren Kosten je nach Lebensmittelart
20.10.2020dTIPP: Slow Food Market 24.10.2020 in Zürich
19.10.2020dTREND: Baumnuss-Produktion boomt in der Schweiz
18.10.2020dNEWS: Niklas Schneider ist offiziell bester Schweizer Koch 2020
14.10.2020dFORSCHUNG: Fördert rotes Fleisch Darmkrebs?
13.10.2020dTIPPS: Caramelbonbons und Fudge herstellen
12.10.2020dWissenschafter fordern Werbebeschränkungen für ungesunde Produkte
11.10.2020dTIPP: Luzerner Käsefest findet trotz Corona statt
07.10.2020dFORSCHUNG: Neuartige Biofolie verlängert Frische achtfach
06.10.2020dAm 9. Oktober ist Welt-Ei-Tag
05.10.2020dFORSCHUNG: Naturstoff Quercetin hemmt Coronavirus
04.10.2020dKOMMENTAR: «Tierschutz» kritisiert zu hohe Labelfleisch-Margen
30.09.2020dFORSCHUNG: Raps statt Soja als Pflanzenprotein-Rohstoff
29.09.2020dFORSCHUNG: Ranzigkeit von Leinöl vermeiden
Ecke für Profis
20.11.2020
.METZGEREI: Burger professionell rezeptieren und fertigen

Burger sind weiterhin stark im Trend. Metzgereien können bei den Pattys mit hochwertigem Fleisch punkten aber auch beim fertigen Take-away-Produkt.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland