Foodfachzeitung im Internet
Donnerstag, 6. August 2020
Tipp
12.05.2020
Buchtipp: Schweizer Küche

Mit Leseproben: Rezept des Appenzeller Siedwurststrudels sowie Bündnerfleisch mit unwiderstehlichem Aroma
News, Tipps, …
Druckansicht22.08.2019
TIPPS: Infektionen durch Lebensmittel vermeiden

Viele Menschen erkranken aufgrund von Nahrungsmitteln, die zuhause nicht richtig zubereitet oder gelagert wurden. Man kann sich vor Lebensmittelinfektionen gut schützen, indem man ein paar einfache Regeln beachtet:

Lebensmittelinfektionen, oftmals auch als „Lebensmittelvergiftung“ bezeichnet, entstehen durch den Verzehr von Lebensmitteln, die mit krankheitsauslösenden Pathogenen kontaminiert sind. Die Symptome können je nach Ursache von leichter bis schwerer Ausprägung sein und umfassen in der Regel Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe, Schwäche, Appetitverlust, Fieber, Muskelschmerzen oder Schüttelfrost. In schweren Fällen können Lebensmittelinfektionen zu einer Einweisung in ein Krankenhaus oder sogar zum Tod führen.

Drei wichtige Auslöser von Lebensmittelinfektionen sind:

●Bakterien und Viren: Diese können sich im Körper vermehren und uns krank machen. Es kann eine gewisse Zeit dauern, bis Mikroben sich so stark vermehrt haben, dass sie Symptome verursachen, daher können einige Tage vergehen, bis Symptome auftreten.
●Parasiten: Je nach Parasitentyp kann es unterschiedlich lange dauern, bis Symptome auftreten, und manche Menschen merken vielleicht gar nicht, dass sie sich infiziert haben.
●Toxine, die von lebenden Organismen, wie z.B. Bakterien oder Pilzen stammen. Da die Toxine selbst die Krankheit verursachen, können die Symptome bereits wenige Stunden nach dem Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln auftreten.

Lebensmittel können auf jeder Stufe der Lebensmittelkette kontaminiert werden, z.B. auf dem Bauernhof, beim Schlachten der Tiere, bei der Verarbeitung, in Catering-Küchen und -Restaurants oder zuhause. Um unsere Lebensmittel sicher zu halten, bedarf es der Anstrengung aller Beteiligten in der Lebensmittelkette. In Europa haben die meisten gemeldeten Lebensmittelinfektionen ihren Ausgangspunkt zuhause, wobei Bakterien (z.B. Campylobacter und Salmonellen) und Viren (z.B. Norovirus) als häufige Verursacher gelten.2 Wenn wir uns an einige grundlegende Regeln zur Lebensmittelhygiene halten, können wir verhindern, dass wir krank werden.

Kreuzkontamination vermeiden

Rohe Lebensmittel können unsichtbare krankheitsverursachende Mikroben enthalten. Diese können durch Kreuzkontamination entweder direkt (z.B. wenn rohes Fleisch mit gegarten Lebensmitteln in Kontakt kommt) oder indirekt (z.B. wenn Gemüse für Salat mit einem Messer geschnitten wird, mit dem zuvor rohes Fleisch geschnitten wurde) auf verzehrfertige Lebensmittel übertragen werden.

Hygiene-Tipps:

●Waschen Sie sich immer sorgfältig die Hände mit warmem Wasser und Seife, bevor Sie Lebensmittel verarbeiten, und wiederholen Sie dies immer wieder während der Zubereitung der Speisen.
●Bringen Sie einen wasserdichten Verband an, wenn Sie sich geschnitten haben, und bereiten Sie kein Essen für andere zu, wenn Sie krank sind oder eine Hautinfektion haben.
●Waschen Sie frisches Obst und Gemüse gründlich mit sauberem Wasser, bevor Sie es verwenden, um mögliche Schadstoffe auf der Oberfläche zu entfernen.
●Bewahren Sie rohe und gegarte Lebensmittel getrennt voneinander auf, um zu vermeiden, dass sich schädliche Mikroben von rohen Lebensmitteln auf verzehrfertige Lebensmittel ausbreiten können.
●Verwenden Sie unterschiedliche Küchenutensilien/Schneidbretter für rohe und gekochte Lebensmittel, um eine Kreuzkontamination zu vermeiden. Die Verwendung von Schneidbrettern mit unterschiedlichen Farben für Obst/Gemüse, Fisch/Meeresfrüchte, Fleisch/Geflügel oder rohe/gegarte Lebensmittel kann dabei helfen.
●Bereiten und schneiden Sie Lebensmittel auf einer sauberen Arbeitsfläche zu, und reinigen Sie nach der Verwendung alle Utensilien und Arbeitsflächen gründlich mit heissem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine.
●Waschen Sie rohe Hühnchen niemals, weil sich durch das Spritzwasser Bakterien in der ganzen Küche verbreiten können.
●Waschen Sie Tischdecken, Geschirrtücher, Handtücher und Schürzen häufig bei hohen Temperaturen.

Ungegarte oder unzureichend gegarte Fleischprodukte und Schalentiere oder unbehandelte Milchprodukte sind eine Hauptquelle für Lebensmittelinfektionen. Kochen/Erhitzen von Lebensmitteln auf mindestens 72°C über eine Zeitdauer von 2 Minuten tötet die meisten krankheitsverursachenden Mikroben ab (pasteurisieren).

Tipps zum Kochen/Erhitzen:

●Kontrollieren Sie die Temperatur mit einem Kochthermometer, das Sie in die Mitte des Nahrungsmittels stecken bzw. in die dickste Stelle bei Fleisch abseits des Knochen.
●Fleischstücke vom Rind (z.B. Steak, Keule) oder vom Lamm (Kotelett, Keule) können blutig oder medium verzehrt werden, da es unwahrscheinlich ist, dass sie schädliche Bakterien im Inneren haben. Das Fleisch sollte angebraten werden, um Bakterien auf der Oberfläche abzutöten.
●Hackfleisch/-fischprodukte (z.B. Burger, Würstchen oder Fischfrikadellen) haben eine grosse Oberfläche und daher eine grössere Wahrscheinlichkeit, dass sie kontaminiert sind als Fleischstücke im Ganzen. Diese Lebensmittel sollten 2 Minuten lang mit einer Kerntemperatur von mindestens 72°C gegart werden.
●Bei Schweinefleisch und Geflügel sollte das Fleisch nicht mehr rosa sein. Wenn Sie kein Thermometer haben, stechen Sie die dickste Stelle mit einer Gabel oder einem Spiess an; der austretende Saft sollte klar sein und nicht rosa.
●Erhitzen Sie Reste von zubereitetem Essen gut. Lassen Sie Suppen und Eintöpfe mindestens 2 Minuten lang kochen. (eufic)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
05.08.2020
dTierfutter aus Algen und Insekten liefert gutes Fleisch
04.08.2020
dNEWS: Migros lanciert frische-verlängerte Früchte&Gemüse
03.08.2020
dMotive, Vor- und Nachteile veganer Ernährung
02.08.2020
dNEWS: Weiterhin hohe Umsatzeinbussen im Gastgewerbe
29.07.2020
dBuschfleisch-Handel eindämmen aber wie?
28.07.2020dTIPPS: Abgelaufen aber trotzdem geniessbar - Foodwaste vermeiden
27.07.2020dHöheres Coronarisiko in Fleisch-Zerlegereien
26.07.2020dGesundheit von Mensch und Tier hängt zusammen
22.07.2020dTIPP: Steaks vor oder nach dem Grillieren salzen?
21.07.2020dFORSCHUNG: Insektenpulver als proteinreiche Zutat
20.07.2020dNEWS: Kentucky Fried Chicken lanciert 3D-gedruckte Nuggets
19.07.2020dWichtige Messen 2020: SÜFFA findet statt, Südback und ZAGG abgesagt
15.07.2020dNEWS: Ansturm auf Hofläden dank Corona
14.07.2020dFORSCHUNG: Trendstudie „Fleisch der Zukunft“
13.07.2020dWelche Zutaten rösten und warum
13.07.2020dTIPP: Sommerhit - Kuchen ohne Backofen
08.07.2020dFORSCHUNG: Algen-Nährstoffe: ökologische Alternative zu Fisch
07.07.2020dGoûts+Terroirs mit Swiss Bakery Trophy auf 2021 verschoben
06.07.2020dTREND: Vegetarier auf dem Vormarsch
05.07.2020dNEWS: Rohmilch(produkte) beeinflussen die Gesundheit
01.07.2020dTIPP: Spanische Tapas als Apero oder Hauptgang
30.06.2020dBrot mit mehr Protein und Nahrungsfasern dank Ackerbohnenzusatz
29.06.2020dTIPPS: Fisch und Crevetten richtig grillieren
28.06.2020dErsatzprodukte für tierische Lebensmittel im Trend
25.06.2020dTIPP: Jetzt fangfrischer Matjes
23.06.2020dNEWS: Norwegen erforscht industrielle Algen-Produktion
22.06.2020dNEWS: Kühe dürfen nun gemolken werden, auch wenn sie Kälber säugen
21.06.2020dTIPP: Pass- und Seemärkte von Alpinavera starten
17.06.2020dNEWS: Past-Milch und Eier sind Bio-Verkaufsschlager
16.06.2020dTREND: Neue Dimension des «Lädeli-Sterbens»
Ecke für Profis
01.08.2020
.Verpackung: Schutzfunktion von MAP bis Nanotech

Lebensmittelverpackungen haben eine Schutzfunktion und sind wichtig für das Hinauszögern des chemischen, physikalischen und biologischen Verderbs.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland