Foodfachzeitung im Internet
Samstag, 25. Mai 2019
Tipp
23.05.2019
Südback 2019 mit Fokus auf Snacks, Glacé und Kaffee

Die wichtigste Messe für Bäcker und Konditoren des deutschsprachigen Raums findet 21.-24.9.2019 in der Messe Stuttgart statt.
News, Tipps, …
Druckansicht14.03.2019
Strategien für Eier ohne Kükentötung

Weltweit werden fast ausschliesslich Hühner gezüchtet, die entweder Eier legen oder Fleisch ansetzen. Die zwei speziellen Zuchtlinien haben das Ziel, möglichst „produktiv“ zu sein. Die Konsequenz: Jährlich werden nach Angaben des deutschen Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hierzulande rund 45 Millionen männliche Küken getötet, die von Legehennen-Rassen stammen. Männliche Hühner legen nun mal keine Eier. Damit nicht genug, sie setzen beim Mästen auch nicht genug Fleisch an.

Für Mastpoulets gibt es andere Spezialrassen. Aufgrund der hohen Kosten werden die männlichen Küken, die sogenannten Bruderhähne, deshalb in der Regel nicht aufgezogen. Aber es gibt Auswege aus diesem ethischen Dilemma: Betriebe können die Bruderhähne der Legehennen trotz unwirtschaftlicher Bedingungen dennoch aufziehen. Dafür werden die Eier der „Schwestern“ dann für ein paar Cent teurer verkauft. Das deckt zwar bei Weitem nicht die Kosten, weshalb dieses Prinzip auch bisher nur für weniger als fünf Prozent der Bruderhähne zutrifft.

Eine weitere Möglichkeit bietet die vom BMEL geförderte Entwicklung eines minimal invasiven Verfahrens, das die Geschlechtsbestimmung bereits im Brut-Ei ermöglicht: Ohne das Innere des Eis zu berühren oder zu verletzen wird durch ein nadelspitzen-winziges Loch in der Schale über den Nachweis eines geschlechts-spezifischen Hormons das Geschlecht der Küken festgestellt. Bei einem Ei, das daraufhin nicht ausgebrütet wird, muss später auch kein Küken getötet werden. Ab 2020 soll den ersten Brütereien das Verfahren zur Nutzung angeboten werden.

Der Königsweg dürfte langfristig die Züchtung von Zweinutzungshühnern sein. Das sind Hühner, die sowohl Eier legen können als auch Fleisch ansetzen. Solche Hühner gab es vor 50 Jahren auf jedem Bauernhof. Allerdings wäre heute niemand mehr mit der Legeleistung dieser Hühnerrassen zufrieden. Fachleute sehen daher noch viele Jahre Züchtung vor uns, um die angestrebten Zuchtziele zu erreichen. Bis dahin haben Verbraucher die Möglichkeit, Bruderhahn-Eier zu kaufen; das Angebot ist da, wenn auch noch nicht überall. (Text: BZfE)

«henne & hahn»: Bruderküken-Programm bei ALDI SUISSE

Seit Februar 2018 bietet ALDI SUISSE seine Schweizer Eier der Marke NATURE SUISSE BIO mit dem renommierten Label «henne & hahn» an. Das Bruderküken-Programm «henne & hahn» sieht vor, dass für jedes gekaufte Ei die entsprechende Anzahl an männlichen Küken unter artgerechten Bedingungen grossgezogen wird. Kunden unterstützen mit dem Kauf der NATURE SUISSE BIO-Freilandeier von ALDI SUISSE mit dem Label «henne & hahn» das Engagement für mehr Tierwohl. Die männlichen Jungtiere werden nach Bio Suisse-Richtlinien unter artgerechten Bedingungen grossgezogen. Die Aufzucht der Bruderhähne, welche zur Fleischproduktion genutzt werden, dauert etwa zehn Wochen. Diese Mistkratzerli sind kleiner als herkömmliche Masthähnchen, pro Tier können dennoch rund 300 Gramm Fleisch gewonnen werden.

Die «henne & hahn»-Eier bezieht ALDI SUISSE vom Schweizer Produzenten hosberg AG, einem Knospezertifizierten Legebetrieb. Durch den Verkauf der NATURE SUISSE BIO-Eier wird das erfolgreiche Bruderküken-Programm unterstützt und ein Teil der Aufzuchtkosten finanziert. Die «henne & hahn»-Eier werden als 6er-Box zum Verkaufspreis von CHF 4.49 angeboten. (Aldi 31.1.2018)

(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
22.05.2019
dTIPPS: Konfitüre richtig gelieren
20.05.2019
dNEWS: Männer reagieren anders auf Diäten als Frauen
16.05.2019
dNEWS: Neue Studie über Gesundheitskosten von Zucker
15.05.2019
dNEWS: Migros investiert in Laborfleisch
13.05.2019
dNEWS: Schweizer kaufen teurer und edler als Deutsche
10.05.2019d.NEWS: Schweizer Weinjahr 2018 mit Rekordernte
09.05.2019dAppenzeller Metzger Franz Fässler wird Metzger des Jahres 2019
07.05.2019d.NEWS: Massnahmen gegen Swissness-Missbrauch greifen
06.05.2019d.NEWS: Der offiziell schönste Hofladen 2019
01.05.2019dTIPP: Das perfekte Grill-Steak
29.04.2019dFORSCHUNG: Wie wirken Omega-3-Fettsäuren?
26.04.2019dINTERVIEW: mit Marcel Kreber zum Tag des Bieres 26.4.2019
25.04.2019dNEWS: Mehr Gäste und Jobs aber weniger Umsatz in der Gastronomie 2018
24.04.2019dTIPP: Basel startet Serie von Streetfood-Festivals 2019
23.04.2019dPRESSESCHAU: K-Tipp testet weisse Bratwürste
18.04.2019dNEWS: Neu im Schweizer Detailhandel: veganer «Beyond Burger»
17.04.2019dTIPP: Tête de Moine-Käsefest 3.-5. Mai 2019
15.04.2019dTIPP: Essbare Frühlingsblüten auf den Teller
11.04.2019dNEWS: WWF-Umweltrating zeigt Aufholjagd im Detailhandel
10.04.2019dTIPP: an Schweizer Grillwettkämpfen 2019 teilnehmen
09.04.2019dERFORSCHT: Soziale Faktoren der Lebensmittelbewertung
07.04.2019dGRATULATION: Bell feiert 150-Jahre-Jubiläum
03.04.2019dNEWS: Neue Rekorde für Knospe-Bioprodukte im 2018
02.04.2019dNEWS: Schweizer essen wieder mehr Zuckerwaren
02.04.2019dTIPPS: Schweizer Spargeln starten schon
01.04.2019dKein Aprilscherz: Innovative Musik-Reifung bei Käse
29.03.2019dNEWS: Geflügel- und Rindfleisch-Konsum steigen, Schweinefleisch verliert
26.03.2019dNEWS: Migros mit mehr Umsatz aber weniger Gewinn
25.03.2019dNEWS: Weniger Schweizer Schokolade im Inland, mehr im Export
25.03.2019dNährwertdatenbank des Bundes mit neuen Funktionen
Ecke für Profis
25.05.2019
.METZGEREI: «Fleischmarkt im Überblick 2018» von Proviande

Die aktuelle Ausgabe der Proviande-Jahrespublikation «Der Fleischmarkt im Überblick 2018» ist erschienen: Überblick über Konsum, Inlandproduktion, Aussenhandel und Preise im Schlachtvieh- und Fleischsektor der letzten 10 Jahre.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland