Foodfachzeitung im Internet
Montag, 19. April 2021
Tipp
27.03.2021
SÜFFA 2021 bereits im September

Metzgerei-Fachmesse vom 18. bis 20. 9. 2021 in Stuttgart: Vorschau
Report
Druckansicht21.06.2019
Die Jugend für Käse begeistern
Schweizer verzehrten im 2018 mehr Käse. Damit das so bleibt, fokussiert sich Switzerland Cheese Marketing (SCM) auf neue Märkte im Ausland und die junge Generation. Und wehrt sich gegen die Bezeichnung «veganer Käse»


Schweizer Käse hat weltweit einen guten Ruf.


Noch immer ist Käse ein wichtiges Schweizer Exportprodukt. Der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz hat 2018 mit über 21 kg einen erneuten Höhepunkt erreicht. Gesamthaft wurde 2018 knapp ein Drittel des produzierten Käse (ohne Schmelzkäse und Fertigfondue) exportiert. Beim Schweizer Hartkäse wurden 44% der Produktion exportiert, beim Halbhartkäse waren es 31%, beim Frischkäse 12% und beim Weichkäse 10%. Der Export hat eine wichtige Bedeutung und wuchs wertmässig von 2017 auf 2018 um 3%.

Obwohl Europa mit einem Anteil von über 80% der wichtigste Exportmarkt für Schweizer Käse bleibt, sei der europäische Markt gesättigt, meinte Switzerland Cheese Marketing SCM-Geschäftsführer David Escher an der SCM-Generalversammlung Anfang Monat. Der Wettbewerb sei stark, das Wachstum schwach. Es sei in den Exportmärkten besonders wichtig, dem Konsumenten den Käse zur Degustation anzubieten.

Seit fünf Jahren unterstützt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die Entwicklung neuer Exportmärkte für Agrarprodukte mit einer Kofinanzierung in der Höhe von 50%. Im Rahmen dieser Exportinitiativen will SCM den Fokus auf China, die nordischen Länder (vorerst Finnland und Schweden), sowie Japan, Russland und die USA legen.

Traditionelle Werte neu vermitteln

Nicht nur Käse-Degustationen an den Verkaufspunkten, sondern auch Sportsponsoring, Werbung auf allen Kanälen und die Organisation von Events und Schulungen gehören zur Marketingstrategie von SCM. Im letzten Herbst veröffentlichte SCM in der Schweiz Videoclips. Die schnell geschnittenen Kurzfilme sollen Schweizer Käse in den Köpfen von Konsumenten als besten Käse verankern. Dazu sollen typische Kernwerte wie Handwerk, Tradition, Vielfalt, Qualität und Geschmack sowie die Positionierung der Schweiz als ursprünglichstes aller Käseländer erreicht werden.

Dies soll künftig besonders bei der jungen Generation geschehen, wie Martin Spahr, Marketingleiter der SCM erklärt: Viele Jugendliche streiken fürs Klima, wollen einen kleineren ökologischen Fussabdruck hinterlassen und sich nachhaltig ernähren. Schweizer Käse passt gut dazu! Beispielsweise darf die Milch für den Le Gruyère AOP nicht mehr als 20 Kilometer von der Käserei weg produziert werden. Das ist im AOP-Pflichtenheft geregelt und sehr nachhaltig.

Die Nische "vegane Alternativprodukte für Käse" hat durchaus ihre Daseinsberechtigung. Was wir hingegen nicht tolerieren, sind Bezeichnungen wie "veganer Käse". Käse ist laut Lebensmittelrecht ein aus Milch hergestelltes Produkt und die Milch das "Gemelk" eines Säugetiers. Folglich kann ein pflanzliches Ersatzprodukt per Definition kein Käse sein, sondern bleibt eine pflanzliche Alternative. Anlehnungen an den Begriff Käse lehnt die SCM kategorisch ab. Ein pflanzliches Produkt soll und darf nicht mit Begriffen wie "Cheese" oder "Cheeze" beworben werden können. (Text: LID)
(gb)

Report – die neuesten Beiträge
15.04.2021
dBesonderheit der Handwerks-Backwaren
08.04.2021
dMysteriöse Reizstoffe und Bitterstoffe im Kaffee
02.04.2021
dGitzi, Lamm, Kaninchen professionell einkaufen und zubereiten
25.03.2021
dWo punkten Bioprodukte? Tierwohl, Umwelt, Gesundheit?
18.03.2021
dBanane – Naturprodukt aber Wunder der Logistik
11.03.2021dDer Hering ist Fisch des Jahres 2021
04.03.2021dJetzt selber Brot backen: wie und warum
25.02.2021dSchweizer Weinbranche in der Krise
18.02.2021dErforscht: Warum Käse zum Dessert?
11.02.2021dTierische Nebenprodukte verwerten statt vernichten
04.02.2021dDichtung und Wahrheit über Brot-Nährwert
28.01.2021dWas Sie schon immer über Senf wissen wollten und nicht zu fragen wagten
21.01.2021dMehlwürmer als Lebensmittel oder Abfallverwerter
14.01.2021dAchtung vor trendigen Mogeldiäten
07.01.2021dSchonend räuchern im Trend
30.12.2020dFördert Alkohol wirklich die Fondue-Verdauung?
24.12.2020dPanettone als Weihnachtsgeschenk
17.12.2020dTrocken-Gartechniken im Überblick
10.12.2020dHat Töten männlicher Küken bald ein Ende?
03.12.2020dMassentierhaltungs-Initiative: Kein Billigfleisch mehr in der Schweiz?
26.11.2020dUmstritten: Vegi-Produkte mit Namen tierischer Originale
19.11.2020dSchweizer Truten legen zu
12.11.2020dExotische Früchte richtig behandeln
05.11.2020dSpiesse professionell herstellen und grillieren
29.10.2020dZürcher Slow Food Market 24.10.2020 im Rückblick
22.10.2020dSuppenhuhn perfekt veredeln
15.10.2020dNicht nur Käse am Raclettefestival
08.10.2020dPRODUKTPORTRAIT: Dagmersellerli, ein Luzerner Bestseller
01.10.2020dBrot richtig handhaben
25.09.2020dTrüffelmarkt im Rückblick mit Trüffeltipps (1)
Ecke für Profis
16.04.2021
.BÄCKEREI: Comeback von Buchweizen – die Vorteile

Brot und Teigwaren aus Buchweizen: Das glutenfreie Trendlebensmittel ist nussig-aromatisch und hat viel Potenzial als Alternative zu etablierten Getreidearten. Umgang erfordert Fachwissen.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland