Foodfachzeitung im Internet
Montag, 18. März 2019
Tipp
05.03.2019
Bäckerei-, Konditorei-, Confiserie-Fachmesse FBK 2019

Treffpunkt für Bäcker, Konditoren und Confiseure 17. - 20. März 2019 in Bern
News, Tipps, …
Druckansicht21.12.2018
TIPP: Genfer Kardy als Weihnachtsgemüse

In der Deutschschweiz wenig bekannt wird das Distel-artige Gemüse Kardy in Genf traditionell an weihnachtlichen Festtagen und zur jährlichen Escalade de Genève aufgetischt. An diesem traditionellen Fest gedenken die Genfer der erfolgreichen Verteidigung der Stadt gegen die Savoyer im Jahr 1602. Gegessen wird der Kardy zu diesen Anlässen mit Geflügelfleisch oder Schweinebraten.

In Genf wird das Gemüse seit mehr als 300 Jahren angebaut. Eingeführt wurde es von den Hugenotten, die Ende des 17. Jahrhunderts aus Frankreich nach Genf flohen. Sie entdeckten schnell die für Kardy optimalen Anbaubedingungen in der Plaine de Plainpalais bei Genf. Die mit der Distel und der Artischocke verwandte Pflanze stammt ursprünglich wahrscheinlich aus Äthiopien. Auch in Griechenland und Rom, wo sie Julius Cäsar der Überlieferung nach gerne genossen hat, war sie schon 500 Jahre vor Christus bekannt.

Erstes Schweizer AOP-Gemüse

2003 wurde Cardon épineux genevois als erstes Schweizer Gemüse mit der geschützten Ursprungsbezeichnung AOP ausgezeichnet. Kardy wird auch in Spanien, der französischen Provence, Norditalien und einigen Ländern Südamerikas angebaut. Die Genfer Kardy-Sorte hebt sich allerdings von diesen Sorten ab, weil sie als einzige noch Dornen aufweist.

Geerntet wird das Gemüse in Genf Ende Oktober. Damit sie nicht zu bitter wird, wird die Pflanze einige Wochen vor der Ernte in schwarze Plastikfolie eingewickelt und so gebleicht. Zur Verarbeitung werden die äusseren, nicht essbaren Blattstiele entfernt und nur die inneren Stiele verwendet. Wie die Artischocke enthält Kardy den Bitterstoff Cynarin, der die Verdauung fördert. Er gibt dem Gemüse auch den charakteristischen, leicht bitteren, nussigen Geschmack. Ausserdem enthält die Pflanze Inulin, einen für Diabetiker gut verträglichen Stärkeersatz.

Rezept:
Traditioneller Kardy-Gratin

Für 4-6 Personen
Bündel Kardy;
3 EL Milch;
2 EL Butter;
1 EL Mehl;
1,5 dl Milch;
1 dl Rahm Salz;
frisch geriebene Muskatnuss;
Butter für die Form;
100 gr frisch geriebener Gruyère

Die Kardystiele rüsten und in 3 – 4 cm lange Stücke schneiden. In Salzwasser mit ein wenig Milch weichkochen, dann abgiessen (Sud aufbewahren). Butter und Mehl in einer kleinen Pfanne dünsten. Mit Milch ablöschen und unter Rühren zu einer leichten weissen Sauce kochen. Mit Rahm verfeinern und mit Salz und etwas Muskatnuss würzen. Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen, die Kardystücke abwechslungsweise mit Käse einschichten. Mit Sauce überziehen. Bei Oberhitze gratinieren, bis sich die Oberfläche leicht verfärbt. Quelle: www.cardongenevois.com

Wer sich die aufwendigen Vorbereitungen zur Zubereitung von Kardy sparen will, kann das Gemüse auch bereits fertig verarbeitet in der Konserve oder im Glas kaufen. (LID)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
17.03.2019
dTIPP: Professionell und kreativ panieren
14.03.2019
dStrategien für Eier ohne Kükentötung
13.03.2019
dImmer mehr Guetzli importiert, immer weniger exportiert
12.03.2019
dMESSETIPP ANUGA: Tiefkühlen ist eine Erfolgsgeschichte
10.03.2019
dNEWS: Wurstwaren werden teurer
07.03.2019dNEWS: Coop lanciert neuen Laden mit Handwerkschau
06.03.2019dNEWS: Überraschungssieger im Kassensturz-Berlinertest
05.03.2019dKOMMENTAR: Mehr Tierwohl in der Agrarpolitik
04.03.2019dFiBL-Studie: Bio-Palmöl ist auch sozial nachhaltig
26.02.2019dNEWS: Ale Mordasini wird «Goldener Koch 2019»
25.02.2019dKOMMENTAR: Neuer Trend - Fast Food aber nicht Junk food
21.02.2019dNEWS: Danone lanciert Nutri-Score-Ampel in der Schweiz
20.02.2019dNEWS: Die offiziell besten Bioprodukte 2019
18.02.2019dNEWS: Fraunhofer-Institut erforscht Ersatz von Palmfett
13.02.2019dBlumen und Schokoladeherz nicht vergessen: 14. Februar ist Valentinstag.
13.02.2019d«Filet des Monats» für Gastrobuchautor Herbert Huber
11.02.2019dNEWS: Erste Fricktaler Crevetten bald erntereif
07.02.2019dHygienerisiken bei Rohkost
05.02.2019dDo-it-yourself-Ideen mit Upcycling gegen Foodwaste
01.02.2019dKOMMENTAR: Wie sieht umweltoptimierte Ernährung aus?
30.01.2019dNEWS: Neue stark fettreduzierte Burger bei SV-Gruppe
28.01.2019dNEWS: offiziell innovativste Süsswaren 2019
23.01.2019dTIPP: proteinreiches Quinoa und Amaranth zubereiten
21.01.2019dTrends der Schweizer Landwirtschaft
16.01.2019dNEWS: Lindt & Sprüngli wächst und prosperiert
14.01.2019dKOMMENTAR: Wie echt schmeckt veganes Hackfleisch?
09.01.2019dNEWS: Nahrungsmittelverbrauch-Trends in der Schweiz
07.01.2019dNEWS: Regional ist Konsumenten wichtiger als Bio
02.01.2019dAnti-Foodwaste-Kochtipp: Chinoise reloaded
30.12.2018dSilvester-Rezeptideen zum schmunzeln: je extra desto vaganter
Ecke für Profis
16.03.2019
.METZGEREI: Noch gesünderes und delikateres Schweinefleisch

Schweinefleisch kann mit praxistauglichen Massnahmen noch gesünder und genussvoller gemacht werden. Das zeigt ein Projekt, das im Rahmen des nationalen Forschungsprogramms 69 «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» durchgeführt wurde.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland