Foodfachzeitung im Internet
Dienstag, 26. Januar 2021
Tipp
01.12.2020
Spitzenkoch-Rezepte im Metzgerkalender 2021

Rezepte von Starkoch Andreas Caminada und weiteren Spitzen-Kochbuchautoren Im Metzgerkalender 2021. Zwölf kulinarische Höhenflüge zum einfachen Nachkochen.
News, Tipps, …
Druckansicht11.01.2021
SAISON: Sättigendes Wintergemüse Topinambur

Topinambur ist ein Wurzelgemüse, das von der Gattung her zur selben Familie gehört wie die Sonnenblumen. Die Knolle bringt Abwechslung in die Winterküche und hält mit wenig Kalorien lange satt. Das Wurzelgemüse kann roh als Salat oder gekocht als Suppe gegessen werden. Auch fritiert – ähnlich wie Pommes Frites – schmeckt die Knolle gut. Ihr Geschmack erinnert in gekochtem Zustand an die Artischocke. Die Saison von Topinambur dauert in der Schweiz von November bis März.

Topinambur enthält wertvollen Mineralstoffen, Kohlenhydraten und Vitaminen viel Inulin, einen Ballaststoff, der lange sättigt und den Appetit nachhaltig stillt. Das Gemüse lässt sich maximal einige wenige Tage im Kühlschrank lagern. Da sie sich geschnitten bereits nach einigen Minuten bräunlich verfärbt, sollte sie rasch nach dem Anrichten konsumiert werden.

Leider ist die Topinambur-Pflanze ein Neophyt, das heisst die Pflanze besitzt eine starke Wuchskraft und sie vermehrt sich über ihr Rhizom, ein unterirdisch verlaufendes Wurzelsystem, sehr schnell. Dabei verdrängt sie schnell andere Arten. Wer also Topinambur im eigenen Garten anpflanzt, sollte so genannte Rhizomsperren errichten, damit sich die Wurzeln nicht zu weit verbreiten können.

Seine geografischen Wurzeln hat Topinambur im Gebiet von Mexiko. Jerusalem-Artischocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle oder Schnapskartoffel sind andere bekannte Namen für Topinambur. Schnell setzte sich das Wintergemüse in seinem Ursprungsgebiet als wichtiges Nahrungs- und Futtermittel durch. Zuerst fand es seine Verbreitung in Nordamerika. Von dort aus schickten französische Auswanderer und Überlebende einer Hungersnot 1610 erstmals einige dieser unbekannten Knollen per Schiff nach Europa.

In Frankreich angekommen, wurde die «Indianerkartoffel» nach einem indigenen Volk Brasiliens benannt, von dem einige Vertreter zufällig gerade in Paris zu Besuch waren: den Tupinambá. Gleichzeitig wie in Paris war die Indianerknolle auch im Vatikan eingetroffen, wo man sich auf den Namen «girasole articiocco» (Sonnenblumen-Artischocke) einigte.

Die grösste Popularität erlangte Topinambur in Frankreich, wo die süsslich und nussig schmeckende Knolle bereits ab Anfang des 17. Jahrhunderts grosse Popularität erlangte. Doch wurde Topinambur ab Mitte des 18. Jahrhunderts immer stärker von der ergiebigeren Kartoffel verdrängt. Trotzdem wird die Indianerknolle bis heute auf fast allen Kontinenten angebaut, insbesondere in Nordamerika, Russland, Australien und Asien. In der Schweiz wird Topinambur seit 1978 im Berner Seeland wieder erwerbsmässig angebaut. (LID)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
25.01.2021
dNEWS: Micarna-CEO Albert Baumann tritt zurück
24.01.2021
dKOMMENTAR: keine Billigpreis-Werbung mehr für Fleisch?
20.01.2021
dFORSCHUNG: Gesunde «Nebenwirkungen» dunkler Schokolade
19.01.2021
dNEWS: Online-Käufe und Bioprodukte boomen in der Migros
18.01.2021
dTIPP: Vegi-Steaks aus Jackfrucht
17.01.2021dTipp: Gourmet-Ketchup selber machen
17.01.2021dKOMMENTAR: Biochemische Erklärungen für Schokoladensucht
13.01.2021dTIPP: Gewürzten Essig selbst herstellen
12.01.2021dTIPP: Canihua, glutenfreies Getreide mit Chocoaroma
11.01.2021dSAISON: Sättigendes Wintergemüse Topinambur
10.01.2021dFORSCHUNG: Ebergeruch im Fleisch «ausschalten»
06.01.2021dTIPP: Harissa-Sauce mit Chili-Scharfmacher
05.01.2021dTIPP: Knusprige Pfannenpizza, blitzschnell ohne Ofen
04.01.2021dFORSCHUNG: Broccoli und Rosenkohl für gesunde Blutgefässe
03.01.2021dTREND: Vegane Ersatzprodukte werden immer beliebter
28.12.2020dKOMMENTAR: Chancen für biobasierte Kunststoffe als Lebensmittel-Verpackung
27.12.2020dFORSCHUNG: Vakuum-gegartes Fleisch besser verdaulich
22.12.2020dTIPP: Welches Obst reift nach und wie dies fördern?
21.12.2020dTIPP: Zitronengras richtig verwenden
20.12.2020dKOMMENTAR: «Tierschutz» fordert bessere Preise für Bauern
16.12.2020dSAISON: Federkohl, ein heimischer Superfood
15.12.2020dTIPPS: Typologie der Zitrusfrüchte
14.12.2020dFORSCHUNG: Blähungen vermeiden mit lang gegärtem Weizengebäck
13.12.2020dSAISON: Gänsebraten – rar auf Schweizer Weihnachtstafel
09.12.2020dTIPPS: Chocoüberzug mit Schokolade, Couvertüre oder Kakaoglasur?
08.12.2020dNEWS: CafetierSuisse befürchtet Café-Sterben wegen Corona
07.12.2020dBundesrat und Parlament: Ja zum Freihandel mit Indonesien
06.12.2020dRoberto Luisoni wird Metzger des Jahres 2020
01.12.2020dNEWS: Die offiziell besten Bio-Produkte 2020
30.11.2020dNEWS: Die besten Kommunikatoren 2020 bei Metzgereien
Ecke für Profis
22.01.2021
.MOLKEREI: Molke ist gesund - was genau bietet sie?

Molke enthält viel Proteine hoher Wertigkeit, wasserlösliche Vitamine, Calcium und Immunoglobuline, die das Immunsystem stärken und Glycoproteine, die Mikroben hemmen.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland