Foodfachzeitung im Internet
Montag, 19. April 2021
Tipp
27.03.2021
SÜFFA 2021 bereits im September

Metzgerei-Fachmesse vom 18. bis 20. 9. 2021 in Stuttgart: Vorschau
News, Tipps, …
Druckansicht20.12.2020
KOMMENTAR: «Tierschutz» fordert bessere Preise für Bauern

Geht's dem Bauern gut, geht's den Tieren gut - und umgekehrt. Wollen wir mehr Tierwohl in den Ställen, müssen den Landwirten die dafür erbrachten Mehrleistungen über Labelprämien und Direktzahlungen kostendeckend abgegolten werden. Das ist heute nicht der Fall, wie eine neue von Schweizer Tierschutz STS und IP-SUISSE in Auftrag gegebene Agroscope-Studie bestätigt.

In mehreren Studien im Rahmen der Kampagne «Absatzoffensive Labelfleisch und Eier» hat der Schweizer Tierschutz STS aufzeigen können, dass die Produzentenanteile an der Gesamtwertschöpfung bei Labelprodukten deutlich geringer sind als im konventionellen Sortiment und sich die landwirtschaftlichen Produzenten nicht proportional am Markterfolg beteiligen können. Die vorliegende Studie «Betriebszweiganalyse» von Agroscope - eine Auftragsstudie vom Schweizer Tierschutz STS und IP-SUISSE - zeigt darüber hinaus, dass Labelproduzenten in den Bereichen Rind- und Schweinefleisch ihre Kosten für Tierwohlmehrleistungen nicht decken können.

Anhand der Agroscope-Betriebszweiganalyse lässt sich im Rahmen einer detaillierten Vollkostenrechnung erstmals die monetäre Erfassung von Tierwohlleistungen, die über die Minimalforderungen der Tierschutzverordnung hinausgehen, aufzeigen. Ganz prekär sind die Ergebnisse bei der Rindfleisch-Labelproduktion. Gut ein Viertel der Aufwendungen für das Tierwohl werden nicht entschädigt (Studie basiert auf Preiszuschlag Label 0,55 CHF/kg Schlachtgewicht). Bei IP-Suisse Mastschweinebetrieben werden die Aufwendungen etwas besser gedeckt, aber auch hier nur zu rund 90 % (Studie basiert auf Preiszuschlag Label 0,275 CHF/kg Schlachtgewicht).

Tierwohlprämien sind zu erhöhen

Die Tierwohlprämie umfasst in der Regel zu rund zwei Dritteln die Labelprämie der Abnehmer und zu rund einem Drittel die Direktzahlungen vom Bund für die freiwilligen Tierwohlprogramme (BTS und RAUS). Aus den Studienergebnissen lässt sich ableiten, dass die Labelprämie bei der Rindermast um knapp 60 %, bei der Schweinemast um 16 % erhöht werden müsste. Werden die Prämien nicht erhöht bzw. die für das Wohl der Tiere erbrachten Mehrleistungen nicht fair entschädigt, geht das zu Lasten der Tiere. Werden aufgrund der ungenügenden Abgeltung Direktkosten gesenkt, zum Beispiel weniger Stroh eingestreut, Arbeitszeit, auch in der Tierbetreuung reduziert, und langfristig nicht in tierfreundliche Ställe investiert, dann haben die Tiere darunter zu leiden.

Wenn der Bund seine Rolle in Richtung einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion wahrnehmen will, muss die Labelproduktion zusätzlich kräftig gefördert werden. Für die Produzenten soll nicht nur eine Kostendeckung resultieren, sondern mit einem zusätzlichen finanziellen Anreiz eine Besserstellung der Labelproduktion und damit insgesamt mehr Tierwohl erreicht werden. (Schweizer Tierschutz STS)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
18.04.2021
dFORSCHUNG: Folgen der Trinkwasserinitiative-Annahme
14.04.2021
dKOMMENTAR: Veganer Fischersatz liefert kaum Fisch-Nährstoffe
13.04.2021
dSAISON: Ist Rhabarber Gemüse oder Frucht?
12.04.2021
dKOMMENTAR: Keine gute Noten für Geschmack von Vegan-Pattys
10.04.2021
dNEWS: Migros deklariert Nutri-Score auf Eigenmarken
07.04.2021dSchalentier-Allergiker sollten Insektenprodukte meiden
06.04.2021dRessourcen sparen dank Nährstoffen aus Insekten, Pilzen und Algen
01.04.2021dKEIN APRILSCHERZ: Gemüseanbau im Weltraum
31.03.2021dTIPPS: Osterlamm richtig zubereiten
30.03.2021dNEWS: Die Migros wächst und prosperiert
29.03.2021dTIPPS: Wie lange halten sich gekochte Eier?
24.03.2021dKOMMENTAR: Wissenschaftler plädieren für Nutri-Score-Pflicht
23.03.2021dKOMMENTAR: Food Megatrends aus Sicht des GDI
22.03.2021dNEWS: Migros lanciert Nachhaltigkeits-Noten auf Produkten
21.03.2021dNEWS: Biokäse und Biobutter boomen im Detailhandel
17.03.2021dFORSCHUNG: Schon wenig Gezuckertes erhöht Körperfett
16.03.2021dKOMMENTAR: Nahrungsergänzung plus angereicherte Produkte ist riskant
15.03.2021dNEWS: Vegane Ernährung schmälert Knochengesundheit
13.03.2021dKinderwerbung für Fast Food, Snacks und Süsses nimmt zu
10.03.2021dNEWS: Schweizer essen mehr Guetzli aber importierte
09.03.2021dNEWS: Ja zum Freihandel mit Indonesien – die Folgen
08.03.2021dTIPP: Die richtige Bratpfanne
07.03.2021dWho is who bei den Hülsenfrüchten
03.03.2021dKOMMENTAR: Vitamin-D-Präparate zur Virenabwehr ist unbewiesen
02.03.2021dTIPP: Fleisch – Ausstellung der Nationalbibliothek in Bern
01.03.2021dNEWS: Schweizer essen weniger Schoggi aber mehr importierte
28.02.2021dNEWS: innovative Selenanreicherung im Apfelanbau
24.02.2021dKOMMENTAR: Appell an Verarbeiter - wenn Salz dann jodiertes
23.02.2021dNEWS: Bio boomt in Europa
22.02.2021dTIPPS: Schöne Haut dank gesunder Ernährung
Ecke für Profis
16.04.2021
.BÄCKEREI: Comeback von Buchweizen – die Vorteile

Brot und Teigwaren aus Buchweizen: Das glutenfreie Trendlebensmittel ist nussig-aromatisch und hat viel Potenzial als Alternative zu etablierten Getreidearten. Umgang erfordert Fachwissen.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland