Foodfachzeitung im Internet
Montag, 25. Januar 2021
Tipp
01.12.2020
Spitzenkoch-Rezepte im Metzgerkalender 2021

Rezepte von Starkoch Andreas Caminada und weiteren Spitzen-Kochbuchautoren Im Metzgerkalender 2021. Zwölf kulinarische Höhenflüge zum einfachen Nachkochen.
News, Tipps, …
Druckansicht15.07.2020
NEWS: Ansturm auf Hofläden dank Corona

Bei Lebensmitteln ist vielen KonsumentInnen die Herkunft wichtig. Regionale Produkte sind besonders gefragt, wie auch der Boom in den Hofläden während dem Corona-Ausnahmezustand zeigte. Der Schweizer Bauernverband SBV sieht in der Direktvermarktung noch grosses Potential und einen Nutzen für die gesamte Landwirtschaft.

In der öffentlichen Wahrnehmung leben die Bauernfamilien zu einem grossen Teil von den Direktzahlungen des Staates. Die Realität sieht anders aus. Die einheimischen Bauernfamilien produzieren jährlich Güter im Wert von knapp 11 Milliarden Franken. Gesamthaft erhalten sie 2.8 Milliarden Direktzahlungen. Sprich: Vier von fünf Franken ihrer Einnahmen generieren die Landwirtschaftsbetriebe über den Verkauf ihrer Produkte. Entsprechend wichtig sind angemessene Produzentenpreise für ihre wirtschaftliche Lage.

Direktvermarktung ist für Bauernbetriebe ein Weg, um durch die Umgehung des Flaschenhalses von Verarbeitung und Handel die Wertschöpfung auf dem Betrieb zu erhöhen. Sie sind dadurch auch nahe am Markt und können so sehr flexibel und innovativ auf Konsumentenbedürfnisse eingehen. Diese schätzen die so sichergestellte Saisonalität und Rückverfolgbarkeit, die Informationen zur Produktionsweise, die Margentransparenz und dass dort auch Produkte gekauft werden können, die nicht den gängigen Handelsnormen entsprechen. Mit dem Corona-Ausnahmezustand entdeckten neue Menschen dieses Angebot, wie der Ansturm auf die Hofläden zeigte.

Gemäss einer Umfrage der Fachhochschule Luzern möchte die Bevölkerung auch nach Corona beim Einkaufen mehr auf Regionalität achten und mehr in Bauernhofläden einkaufen. Das zeigt, dass sie Vertrauen in die lokalen Bauernbetriebe hat, die regionale Produktion schätzt und – sofern sie genügend Zeit hat – gerne nutzt.

Und auch wenn die Nachfrage wieder abflacht, zeigte die Erfahrung, dass zusätzliches Marktpotential vorhanden ist. Der Schweizer Bauernverband will dieses gezielt nutzen. Er hat verschiedene Projekte und Zusammenarbeiten z.B. mit Gastro- und Hotelleriesuisse, TWINT oder Too Good To Go lanciert, um die Bauernfamilien in der Direktvermarktung zu unterstützen. Zentrale Anlaufstelle für alle Angebote ist die Webseite www.vomhof.ch. Direktvermarktung ist ein wertvolles Tor zu den Konsumenten. Sie schafft Nähe und gegenseitiges Verständnis. Damit dient sie der gesamten Landwirtschaft und hilft mit, angemessene Produzentenpreise auch in den übrigen Absatzkanälen zu erzielen.

Fakten rund um die Direktvermarktung

Gemäss der letzten Statistik waren 2016 knapp 22 % der Betriebe in der Direktvermarktung aktiv. Setzt man die Entwicklung linear fort, dann ist es heute jeder vierte Betrieb. Zirka 7 % des Gesamtertrages der Schweizer Landwirtschaft von knapp 11 Milliarden Franken wird in Hofläden, an Wochenmärkten oder im Abo direkt vermarktet. Der Anteil ist je nach Produkt unterschiedlich gross.

Besonders bedeutsam ist die Direktvermarktung bei Kirschen (geschätzt 40 %), Eiern (geschätzt 30 %), Beeren (geschätzt 20 %), anderem Obst und Wein (geschätzt 10 %). Gemüse, Kartoffeln oder Rindfleisch dürfte sich im durchschnittlichen Bereich bewegen, während sie bei Milch, Getreide, Geflügel- oder Schweinefleisch kaum ins Gewicht fällt (geschätzt <1 %). In bevölkerungsreichen und stadtnahen Regionen wird generell mehr direkt vermarktet. (SBV)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
25.01.2021
dNEWS: Micarna-CEO Albert Baumann tritt zurück
24.01.2021
dKOMMENTAR: keine Billigpreis-Werbung mehr für Fleisch?
20.01.2021
dFORSCHUNG: Gesunde «Nebenwirkungen» dunkler Schokolade
19.01.2021
dNEWS: Online-Käufe und Bioprodukte boomen in der Migros
18.01.2021
dTIPP: Vegi-Steaks aus Jackfrucht
17.01.2021dTipp: Gourmet-Ketchup selber machen
17.01.2021dKOMMENTAR: Biochemische Erklärungen für Schokoladensucht
13.01.2021dTIPP: Gewürzten Essig selbst herstellen
12.01.2021dTIPP: Canihua, glutenfreies Getreide mit Chocoaroma
11.01.2021dSAISON: Sättigendes Wintergemüse Topinambur
10.01.2021dFORSCHUNG: Ebergeruch im Fleisch «ausschalten»
06.01.2021dTIPP: Harissa-Sauce mit Chili-Scharfmacher
05.01.2021dTIPP: Knusprige Pfannenpizza, blitzschnell ohne Ofen
04.01.2021dFORSCHUNG: Broccoli und Rosenkohl für gesunde Blutgefässe
03.01.2021dTREND: Vegane Ersatzprodukte werden immer beliebter
28.12.2020dKOMMENTAR: Chancen für biobasierte Kunststoffe als Lebensmittel-Verpackung
27.12.2020dFORSCHUNG: Vakuum-gegartes Fleisch besser verdaulich
22.12.2020dTIPP: Welches Obst reift nach und wie dies fördern?
21.12.2020dTIPP: Zitronengras richtig verwenden
20.12.2020dKOMMENTAR: «Tierschutz» fordert bessere Preise für Bauern
16.12.2020dSAISON: Federkohl, ein heimischer Superfood
15.12.2020dTIPPS: Typologie der Zitrusfrüchte
14.12.2020dFORSCHUNG: Blähungen vermeiden mit lang gegärtem Weizengebäck
13.12.2020dSAISON: Gänsebraten – rar auf Schweizer Weihnachtstafel
09.12.2020dTIPPS: Chocoüberzug mit Schokolade, Couvertüre oder Kakaoglasur?
08.12.2020dNEWS: CafetierSuisse befürchtet Café-Sterben wegen Corona
07.12.2020dBundesrat und Parlament: Ja zum Freihandel mit Indonesien
06.12.2020dRoberto Luisoni wird Metzger des Jahres 2020
01.12.2020dNEWS: Die offiziell besten Bio-Produkte 2020
30.11.2020dNEWS: Die besten Kommunikatoren 2020 bei Metzgereien
Ecke für Profis
22.01.2021
.MOLKEREI: Molke ist gesund - was genau bietet sie?

Molke enthält viel Proteine hoher Wertigkeit, wasserlösliche Vitamine, Calcium und Immunoglobuline, die das Immunsystem stärken und Glycoproteine, die Mikroben hemmen.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland