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Verbot von Wochenmärkten: Neue Vertriebswege gesucht

Bauern, die ihre Produkte bisher an Wochenmärkten verkauften, befinden sich in einer schwierigen Situation. Nun sind dringend alternative Vertriebsideen, Logistiklösungen, neue Kooperationen und das Engagement sowohl von Bauernbetrieben als auch Konsumentinnen und Konsumenten gefragt.

Seit Dienstag 17.3.2020 dürfen aufgrund der verschärften Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus keine Wochenmärkte mehr durchgeführt werden. Diese Massnahmen des Bundesrats sind nachvollziehbar und es ist wichtig, dass nun alle mitziehen. Sie stellen jedoch viele Bäuerinnen und Bauern, die bisher auf Märkte als Absatzkanal setzten, vor grosse, existentielle Schwierigkeiten. Die Kleinbauern-Vereinigung, Bio Suisse und der Verein Landwirtschaft mit Zukunft möchten Bäuerinnen und Bauern sowie Konsumierende ermutigen, sich zu vernetzen und neue Vertriebswege zu suchen.

Auch um die Vernichtung von einwandfreien Lebensmitteln vorzubeugen, sind schnellstmöglich alternative Vertriebslösungen gefragt. Auf lokaler Ebene wurden bereits vereinzelt Initiativen in die Tat umgesetzt. Einige Bäuerinnen und Bauern schlossen sich zusammen und beliefern nun regelmässig Haushalte direkt. Gemeinden können Direktvermarkter unterstützen, indem sie in der Nähe der bisherigen Marktplätze Abholorte zur Verfügung stellen oder – so vereinzelt bereits geschehen – Infotafeln aufstellen, wo die Konsumenten die Lebensmittel künftig beziehen können. Die Kleinbauern-Vereinigung, Bio Suisse und Landwirtschaft mit Zukunft raten Bäuerinnen und Bauern ausserdem, folgende Möglichkeiten zu prüfen:

➤ Kleinere Lebensmittelgeschäfte direkt kontaktieren, da diese evtl. neben bestehenden Lieferanten nun erhöhten Bedarf an Produkten haben

➤ Bereits existierende Direktvermarktungsportale (z.B. knospehof.ch) und FoodCoops (Lebensmittel-kooperativen) nutzen

➤ Bäckereien, Metzgereien oder Takeaway-Betriebe anfragen, ob sie ein Abholdepot zur Verfügung stellen (Synergien nutzen)

➤ Direkte, regelmässige Kommunikation mit Konsumentinnen auf- und ausbauen (insbesondere über Social Media), diese über die neuen Bezugsorte informieren und aktiv in die Suche nach neuen Vertriebswegen einbeziehen

Konsumenten sind gefordert, die Bauern zu unterstützen, indem sie weiterhin Produkte von Direktvermarktern beziehen. Nach Möglichkeit können sie zusätzlich helfen, indem sie sich z.B. in der Nachbarschaft zusammenschliessen und Sammelbestellungen machen oder die Feinverteilung übernehmen. Dadurch können marktfahrende Landwirtschaftsbetriebe auch in Krisenzeiten ihren Beitrag an die Versorgung der Bevölkerung mit frischen, regionalen und hochwertigen Lebensmitteln leisten und im Idealfall – trotz physischer Distanz – künftig noch enger mit den Konsumentinnen zusammenarbeiten. (Text www.kleinbauern.ch)

Uniterre kritisiert Marktschliessungen

Verschiedene Organisationen, darunter die Bauerngewerkschaft Uniterre, kritisieren die Schliessung aller Märkte durch den Bundesrat. Es handle sich um eine Ungleichbehandlung. Die aktuelle Regelung sei ein "Irrtum", schreiben die Organisationen. Denn kurze Wege spielten für die Versorgung und die Ernährungssicherheit der Schweizer Bevölkerung eine wichtige Rolle. Ausserdem führe die Regel zum Verlust lokal produzierter Nahrungsmittel und verstosse gegen Artikel 104a der Verfassung.

Die Vermarktung lokal produzierter Lebensmittel würde es ermöglichen, die Nachfrage nach frischen Produkten zu kompensieren, den Druck auf die Supermärkte zu verringern und die Zahl der Besuche bei grossen Einzelhändlern zu reduzieren, argumentieren die Organisationen. Sie bitten den Bundesrat und die kantonalen Behörden, bei der Umsetzung geeigneter Massnahmen auf den Märkten zu helfen, um die Hygienemassnahmen zu gewährleisten. (LID 20.03.2020)
(gb)

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.BÄCKEREI: Neue Erkenntnisse zu Weizen- / Dinkel-Unverträglichkeit:

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