Foodfachzeitung im Internet
Sonntag, 12. Juli 2020
Tipp
12.05.2020
Buchtipp: Schweizer Küche

Mit Leseproben: Rezept des Appenzeller Siedwurststrudels sowie Bündnerfleisch mit unwiderstehlichem Aroma
News, Tipps, …
Druckansicht14.11.2019
NEWS: Die offiziell besten Pannettone-Bäcker 2019

Die erste weltweite Panettone-Wettbewerb (Coppa del Mondo del Panettone) vom vergangenen Wochenende in Lugano war ein voller Erfolg. Acht Nationen nahmen teil. Gleich zwei Schweizer standen auf dem Podest: Marzio Monaco (Losone) auf dem zweiten Platz und Luca Poncini (Maggia) auf dem dritten. Glanzvoller Sieger wurde Massimo Ferrante aus Genua (I).

«Wir geben keine Rezepte», erklärte der Vater dieses Events, Giuseppe Piffaretti, an der 1. Coppa del mondo del panettone. «Wir wollen unsere Passion vermitteln, aufzeigen, was in der Panettone-Schachtel steckt. Es gilt nämlich eine ganze Welt zu entdecken!» Anderthalb Jahre hat «Mastro Piff», wie ihn die Tessiner nennen, mit seinem Team die erste WM vorbereitet. Der Event dauerte drei Tage und war öffentlich. Ein Teil der WM-Teilnehmer sowie Partnerfirmen waren mit Ständen präsent.

Es gab laufend spannende Vorführungen, Gespräche und Referate sowie einen Panettone-Deko-Wettbewerb der Drittlehrjahr-Lernenden. Am Samstag und am Sonntag war die Halle stets gefüllt mit Fachleuten und Interessierten aus Nah und Fern. Die Darbietungen wurden mit grossem Interesse verfolgt. Die Medienpräsenz war ebenfalls erfreulich, war doch neben dem Tessiner Fernsehen und Radio u. a. ein Fernsehteam aus Grossbritannien anwesend.

Insgesamt 20 Berufsleute aus acht Ländern, der Schweiz, Italien, Portugal, Frankreich, Spanien, Japan, Australien und den USA, waren am Finale in Lugano dabei. Im Juni fand in der Schweiz die nationale Vorausscheidung statt. Von 22 Kandidaten hatten sich vier Schweizer – alle aus dem Tessin – für das Finale qualifiziert, nämlich Roberto Gatti (Lugano), Bruno Buletti (Airolo), Marzio Monaco (Losone) und Luca Poncini (Maggia).

Die Teilnehmenden waren des Lobes voll für den Event und den Initianten Giuseppe Piffaretti. «Dies ist der einzige richtige internationale Event», erklärte im Vorfeld der Preisverleihung der künftige Sieger Massimo Ferrante aus Genua gegenüber der Bäckereizeitung «panissimo». Die anderen Wettkämpfe in Italien seien schlicht und einfach Kopien. Er zeigte sich erstaunt, dass in der Schweiz ebenfalls Panettone produziert wird. Massimo Peruzzi aus Prato bei Firenze wusste gleichfalls nicht, dass die Panettone-Tradition über die Stadtgrenze von Mailand hinaus geht. Vor allem erstaunt war er, dass in der Schweiz zum Teil das ganze Jahr über Panettone produziert wird. «Das schaffen wir in Italien nicht!» Für ihn sei es eine Ehre, an diesem Anlass mit so vielen internationalen Teilnehmenden dabeisein zu können.

Aus Tokio und New York angereist

Einen Hauch Exotik vermittelte der japanische Konkurrent Katsuel Shiga. Er hat als Glücksbringer vom Sohn des Kaisers ein spezielles Messer geschenkt erhalten, mit welchem sein Panettone auch geschnitten wurde. Es sollte als Glücksbringer dienen. Katsuel Shiga führt in Tokio eine Brot-Boutique. Seine Spezialität ist das biologische Brot. Dieses werde im Laden wie ein Juwel präsentiert, schwärmte Giuseppe Piffaretti bei der Vorstellung des Kandidaten. Der Preis für ein Brot: 80 Euro. Doch das schwierigste Backprodukt sei der Panettone, unterstrich der japanische Konkurrent. Er produziert zehn verschiedene Sorten, unter anderem auch mit asiatischen Zutaten. Der japanische Fachmann schwärmte gegenüber «panissimo» von dieser «città fantastica» und diesem tollen Anlass: «Alles ist wunderbar!» Er hatte seine sechs Panettoni am 6. November hergestellt und war am 7. November angereist. Katsuel Shiga spricht weder Italienisch noch Englisch.

Eine weite Reise machten Biagio Settepani und seine Ehefrau Pina. Ursprünglich aus Sizilien, lebt er seit 1973 in New York. Seit 37 Jahren führt das Ehepaar erfolgreich ein Patsserie-Unternehmen in der Welt-Metropole. Seine Spezialität: der Panettone. Als Biagio Settepani 14-jährig nach New York kam, konnte er seine in Sizilien begonnene Lehre als Barbier nicht weiterführen. Also begann er in einer Bakery zu arbeiten. «Vom Moment an, als ich die Verwandlung des flüssigen Materials in nur wenigen Minuten beobachten konnte, hat mich die Leidenschaft zu diesem Beruf vollständig und für immer erfasst.» Mit nur 21 Jahren startete er mit seinem eigenen Business. Es sei ein Learning by Doing gewesen, erzählte er vor den Zuschauerinnen und Zuschauern auf der Bühne. «Ihr seid fortunati (ihr habt Glück)!», betonte er, denn in den USA gebe es kein Angebot einer Lehre oder von Schulen, die diese Kultur fördern. Settepani beginnt mit der Panettone-Produkton im November, zu Thanks-Giving. Rund 8000 Stück produziert er für die New Yokerinnen und New Yorker.

Die zweite Austragung des Panettonewettbewerbs findet in zwei Jahren statt. (Text: panissimo)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
08.07.2020
dFORSCHUNG: Algen-Nährstoffe: ökologische Alternative zu Fisch
07.07.2020
dGoûts+Terroirs mit Swiss Bakery Trophy auf 2021 verschoben
06.07.2020
dTREND: Vegetarier auf dem Vormarsch
05.07.2020
dNEWS: Rohmilch(produkte) beeinflussen die Gesundheit
01.07.2020
dTIPP: Spanische Tapas als Apero oder Hauptgang
30.06.2020dBrot mit mehr Protein und Nahrungsfasern dank Ackerbohnenzusatz
29.06.2020dTIPPS: Fisch und Crevetten richtig grillieren
28.06.2020dErsatzprodukte für tierische Lebensmittel im Trend
25.06.2020dTIPP: Jetzt fangfrischer Matjes
23.06.2020dNEWS: Norwegen erforscht industrielle Algen-Produktion
22.06.2020dNEWS: Kühe dürfen nun gemolken werden, auch wenn sie Kälber säugen
21.06.2020dTIPP: Pass- und Seemärkte von Alpinavera starten
17.06.2020dNEWS: Past-Milch und Eier sind Bio-Verkaufsschlager
16.06.2020dTREND: Neue Dimension des «Lädeli-Sterbens»
16.06.2020dBericht zu Agrar- und Lebensmittelmärkten im Corona-Monat April
14.06.2020dSchweizer Reisanbau nun auch im Aargau
11.06.2020dFORSCHUNG: Ernährung, Immunabwehr und Corona
10.06.2020dNEWS: Corona treibt Lebensmittelpreise in die Höhe
09.06.2020dTREND: Nahrung ist immer mehr Selbstverwirklichung
08.06.2020dTIPPS: Schutzmassnahmen vor Lebensmittel-Viren
08.06.2020dNEWS: Nestlé verletzt Markenrechte von «Impossible Burger»
04.06.2020dUrner Trockenfleisch ins «Kulinarische Erbe» aufgenommen
03.06.2020dNEWS: grünes Licht für Hof- und Weideschlachtung
02.06.2020dNEWS: innovative Fischwürste von Walliser Fischzucht
01.06.2020dGRATULATION: Goldregen für Grossmetzgerei Ernst Sutter
28.05.2020dAuf der Suche nach Schlüssel-Innovationen für den Ernährungswandel
26.05.2020dNEWS: Der faire Handel legt zu
25.05.2020dNEWS: Fleischmarkt erholt sich vom Coronaschock
24.05.2020dWegen Corona-Auflagen unrentable Restaurants machen ggf freiwillig wieder zu
19.05.2020dTIPP: Digitale Grillmeisterschaft sucht Teilnehmer mit Burger-Fotos
Ecke für Profis
11.07.2020
.TECHNOLOGIE: Anuga FoodTec 2021 mit Schwerpunkten Automation und Digitalisierung

Als international führende Technikmesse für die Lebensmittelindustrie schafft die Anuga FoodTec 2021 eine Plattform für Top-Themen der Branche. Messevorschau.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland