Foodfachzeitung im Internet
Mittwoch, 5. August 2020
Tipp
12.05.2020
Buchtipp: Schweizer Küche

Mit Leseproben: Rezept des Appenzeller Siedwurststrudels sowie Bündnerfleisch mit unwiderstehlichem Aroma
News, Tipps, …
Druckansicht28.08.2019
SAISON: Jetzt Pfifferlinge auf den Teller

Pfifferlinge (Euerschwämmchen) sind in ganz Mitteleuropa weit verbreitet und weisen im Gegensatz zu anderen Pilzen eine relativ lange Sammelsaison auf. Allerdings ergeben erst die richtige Wärme und Feuchtigkeit „wüchsiges“ Wetter. August ist Hauptsaison, wobei die Importe nun im Schwerpunkt aus Russland und Weissrussland stammen, mit steigenden Anteilen aus dem Baltikum und Polen.

Frische Pfifferlinge haben eine goldgelbe Farbe und eine knackige Konsistenz. Lassen sie sich gummiartig biegen, sind sie nicht mehr frisch. Frische Pfifferlinge riechen aromatisch nach Wald. Lose Ware ist besser als in Folie oder in Plastikschalen abgepackte Ware. Je frischer die Pfifferlinge sind, desto besser schmecken sie – und desto besser halten sie sich auch noch ein, zwei Tage im Kühlschrank. (BZfE)

Das Fleisch der Pfifferlinge ist zart, blass gelblich, prall, saftig und riecht angenehm nach Aprikosen. Der Geschmack ist im rohen Zustand pfefferartig scharf, gekocht aber mild. Gemäss Pilzexperte Thuri Maag ist es ein Irrtum, dass kleine Exemplare besser schmecken. Eierschwämme schmecken gebraten aber auch geschmort und sind perfekt geeignet als Hauptgeschmackgeber für Saucen und Suppen. Am besten schmecken frische Eierschwämme in Butter gedünstet, mit wenig gehackten Zwiebeln, etwas Weisswein und Petersilie. Eierschwämme muss man vor dem Gefrieren blanchieren, sonst werden sie bitter. Beim Trocknen jedoch werden sie zäh. (GB)

Selber sammeln?

Wer Pfifferlinge selbst suchen und sammeln möchte, hat nun auch hierzulande gute Chancen, auch wenn der Pilz bei uns selten geworden ist. In Waldlagen mit strauchartigem Bewuchs des Bodens ist eine Suche nach Pfifferlingen eher aussichtslos. Dagegen bieten lichte Wälder mit moosigen Böden ideale Bedingungen, das „Gold des Waldes“ zu finden. Pfifferlinge lassen sich nicht kultivieren; sie wachsen in einer Lebensgemeinschaft – der Botaniker spricht von Symbiose – zum Beispiel mit Buchen, Eichen, Fichten, Birken und Kiefern. Exemplare unter ein Zentimeter Hutgrösse gehören nicht in den Sammelkorb. Schliesslich muss der Pilz Zeit haben, seine Sporen zu verstreuen, damit die nächste Pilzgeneration heranwachsen kann.

Pfifferlinge dürfen nur in geringen Mengen und für den persönlichen Bedarf gesammelt werden. Mehr als ein Gericht mit 250 Gramm Wildpilzen in der Woche pro Person sollte man ohnehin nicht essen, wegen der möglichen Strahlenbelastung und Belastung mit Schwermetallen.

Anfänger sollten sich bei der Bestimmung von Speisepilzen niemals ausschliesslich auf ein Pilzbuch verlassen. Das gilt auch für Pfifferlinge: Der täuschend ähnlich aussehende „Falsche Pfifferling“ kann bei einem Verzehr auch in gekochter Form zu Magen- und Darmbeschwerden führen. Im Zweifelsfall sollte man lieber einen erfahrenen Pilzsammler zu Rate ziehen. (BZfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
04.08.2020
dNEWS: Migros lanciert frische-verlängerte Früchte&Gemüse
03.08.2020
dMotive, Vor- und Nachteile veganer Ernährung
02.08.2020
dNEWS: Weiterhin hohe Umsatzeinbussen im Gastgewerbe
29.07.2020
dBuschfleisch-Handel eindämmen aber wie?
28.07.2020
dTIPPS: Abgelaufen aber trotzdem geniessbar - Foodwaste vermeiden
27.07.2020dHöheres Coronarisiko in Fleisch-Zerlegereien
26.07.2020dGesundheit von Mensch und Tier hängt zusammen
22.07.2020dTIPP: Steaks vor oder nach dem Grillieren salzen?
21.07.2020dFORSCHUNG: Insektenpulver als proteinreiche Zutat
20.07.2020dNEWS: Kentucky Fried Chicken lanciert 3D-gedruckte Nuggets
19.07.2020dWichtige Messen 2020: SÜFFA findet statt, Südback und ZAGG abgesagt
15.07.2020dNEWS: Ansturm auf Hofläden dank Corona
14.07.2020dFORSCHUNG: Trendstudie „Fleisch der Zukunft“
13.07.2020dWelche Zutaten rösten und warum
13.07.2020dTIPP: Sommerhit - Kuchen ohne Backofen
08.07.2020dFORSCHUNG: Algen-Nährstoffe: ökologische Alternative zu Fisch
07.07.2020dGoûts+Terroirs mit Swiss Bakery Trophy auf 2021 verschoben
06.07.2020dTREND: Vegetarier auf dem Vormarsch
05.07.2020dNEWS: Rohmilch(produkte) beeinflussen die Gesundheit
01.07.2020dTIPP: Spanische Tapas als Apero oder Hauptgang
30.06.2020dBrot mit mehr Protein und Nahrungsfasern dank Ackerbohnenzusatz
29.06.2020dTIPPS: Fisch und Crevetten richtig grillieren
28.06.2020dErsatzprodukte für tierische Lebensmittel im Trend
25.06.2020dTIPP: Jetzt fangfrischer Matjes
23.06.2020dNEWS: Norwegen erforscht industrielle Algen-Produktion
22.06.2020dNEWS: Kühe dürfen nun gemolken werden, auch wenn sie Kälber säugen
21.06.2020dTIPP: Pass- und Seemärkte von Alpinavera starten
17.06.2020dNEWS: Past-Milch und Eier sind Bio-Verkaufsschlager
16.06.2020dTREND: Neue Dimension des «Lädeli-Sterbens»
16.06.2020dBericht zu Agrar- und Lebensmittelmärkten im Corona-Monat April
Ecke für Profis
01.08.2020
.Verpackung: Schutzfunktion von MAP bis Nanotech

Lebensmittelverpackungen haben eine Schutzfunktion und sind wichtig für das Hinauszögern des chemischen, physikalischen und biologischen Verderbs.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland