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29.01.2020
Messetipp: Südback 2020 mit Innovationen und Inspirationen

Südback-Fachmesse vom 17.-20. Oktober 2020 in Stuttgart mit einzigartigem Konzept am Puls der Zeit
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NEWS: «Versteckte» Importeier erhöhen den Eier-Konsum

Schweizer essen gerne Eier - hartgekocht, als Spiegelei und auch als Zutat eines Kuchens. Im internationalen Vergleich weisen unsere Nachbarn aber deutlich höhere Pro-Kopf-Konsum-Werte auf als in der Schweiz. Dies hat einerseits mit den Konsumgewohnheiten zu tun. Aber gewisse Eierimporte tauchen in der Konsum-Statistik nicht auf. Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz gemäss Eier-Konsum-Statistik des Bundesamtes für Landwirtschaft BLW knapp 181 Eier pro Kopf konsumiert. Diese Kennzahl ist ein statistischer Wert, der gewisse Aspekte nicht berücksichtigt, etwa
1. Lagerentwicklungen: Eierzeugnisse, die bei Jahresende gelagert sind und erst im Folgejahr verbraucht werden;
2. Food Waste und Verluste entlang der Handels- und Verarbeitungskette;
3. Einkaufstourismus: Eier, die im grenzüberschreitenden Personenverkehr in die Schweiz gelangen;
4. Importe von Eiern, die in stark verarbeiteter Form in Lebensmittelzubereitungen wie z.B. Getreide- und Backwaren, Getränken oder anderen verarbeiteten Nahrungsmitteln in die Schweiz gelangen.

Daten zu Lagerentwicklungen und Lebensmittelverlusten können mangels entsprechendem Monitoring nicht erfasst werden. Für den Einkaufstourismus liegen nur ungefähre Schätzwerte vor, welche jedoch in einem tiefen Prozentbereich einzuordnen sind. Zum Eierimport in stark verarbeiteter Form hat der Fachbereich Marktanalysen des BLW eine Analyse erstellt, die die Grössenordnung der «versteckten» Importe aufzeigt.

Versteckte Importe können nur abgeschätzt werden

Die Analyse stützt sich auf die Aussenhandelsdaten der Eidgenössischen Zollverwaltung von Lebensmittelzubereitungen in den Zollkapiteln 19 und 21, die potenziell Eier als Zutat enthalten. In Anbetracht der hohen Komplexität und fehlender Daten auf Einzelproduktebene werden mit fixen Umrechnungsfaktoren je Aussenhandels-Tariflinie nur grobe Annahmen zu den Importen von verarbeiteten Eiern getroffen. Die nachfolgende Auswertung ist darum nur eine Schätzung:

Die Entwicklung der «versteckten» Eierimporte zeigt insgesamt einen deutlich steigenden Trend. Zwar wurde der Höchstwert von umgerechnet 134 Mio. importierten Eiern in Lebensmittelzubereitungen von 2016 im Jahr 2018 unterschritten. Seit 2005 haben sich die Importe von 44 Mio. auf 127 Mio. Eier fast verdreifacht. Die Exporte hingegen sind mit umgerechnet <1 Mio. Eier vernachlässigbar. Die Verlagerung von Teilen der inländischen Industrie ins Ausland und die damit günstigeren Produkte dürften die Hauptgründe für diese Entwicklung sein. Damit wird das Eierangebot in der Schweiz von 1545 Mio. Eier um 8,2 % erhöht. Insgesamt machen versteckte Eierimporte aus Lebensmittelzubereitungen über den ordentlichen Aussenhandel demnach schätzungsweise rund 7,5 % des gesamten Eierangebots aus.

Was bedeutet das nun für den pro-Kopf-Konsum-Wert? Dieser erhöht sich für das Jahr 2018 um 15 Eier auf knapp 196 Eier pro Person. Im internationalen Vergleich holt die Schweiz den hohen Konsum der Nachbarländer dennoch nicht ein: Der Pro-Kopf-Konsum von Deutschland und Österreich liegt in beiden Ländern bei über 230 Eier pro Kopf und Jahr. (BLW 30.7.2019)
(gb)

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