Foodfachzeitung im Internet
Montag, 20. Mai 2019
Tipp
29.04.2019
Brotbackkurse bei Lehmann Holzofenbeck

Grundlagen der Teigherstellung, Gärvorgang mit Hefe oder Natursauerteig, Aufarbeiten, Formen, Backen. Fragen rund um Biozutaten, Rohstoffherkunft, Ernährung, Unverträglichkeiten, Haltbarkeit etc.
News, Tipps, …
Druckansicht07.05.2019
.NEWS: Massnahmen gegen Swissness-Missbrauch greifen

Erfolgreiche Massnahmen im Kampf gegen Swissness-Missbrauch im Ausland und weniger Verstösse in der Schweiz. Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) zieht für das Jahr 2018 eine positive Bilanz. Das Wichtigste in Kürze:
◾Das IGE musste im Jahr 2018 in der Schweiz kein einziges Strafverfahren einleiten. In seinen total 78 Interventionen zeigten sich die Unternehmen kooperativ.
◾Der bilaterale Dialog des IGE zeigt besonders in China Wirkung: lediglich in 34 Fällen musste das IGE eingreifen.

Swissness ist ein Verkaufsschlager im In- und Ausland. Die Herkunft Schweiz schafft Vertrauen bei den Verbrauchern. Sie steht für hohe Zuverlässigkeit und internationale Spitzenqualität. Viele Produzenten profitieren von diesem Bonus. Nicht alle tun dies rechtmässig: der Erfolg der „Marke Schweiz" ruft eine hohe Zahl von Trittbrettfahrern auf den Plan.

In Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bekämpft das IGE die missbräuchliche Verwendung von Bezeichnungen wie Made in Switzerland, des Schweizer Kreuzes und des Schweizer Wappens. Langfristiges und gemeinsames Ziel von Wirtschaft und Behörden ist eine hohe Akzeptanz der „Marke Schweiz" im In- und Ausland, damit die Unternehmen den Wettbewerbsvorteil durch Swissness weiterhin erfolgreich nutzen können.

Gutes Zeugnis für Swissness in der Schweiz

In der Schweiz mahnte das IGE in 78 Fällen (Vorjahr: 86) Unternehmen ab, weil beispielsweise ein importiertes Produkt ein Schweizer Kreuz trug. Die betroffenen Unternehmen zeigten sich kooperativ. Sie haben auf die Intervention des IGE die nötigen Anpassungen bezüglich Verwendung der Herkunftsbezeichnung Schweiz vorgenommen. Das IGE konnte somit bisher auf einschneidende Massnahmen wie Waren am Zoll anhalten, Zivilklagen oder strafrechtliche Verfolgung verzichten. Gesetzt wird auf konstruktive und pragmatische Lösungen. So musste zum Beispiel ein Hersteller, welcher auf seinen Verpackungen missbräuchlich das Schweizer Wappen verwendete, sich dazu verpflichten, die Verpackung per sofort zu ändern, durfte jedoch den Restbestand verkaufen.

Der Dialog mit China trägt Früchte

Die in der Schweiz möglichen Massnahmen zur Missbrauchsbekämpfung sind im Ausland nicht anwendbar. Das macht die Durchsetzung des Schutzes der Swissness besonders schwierig. Das IGE überwacht deshalb in bestimmten Ländern die nationalen Markenregister, punktuell unterstützt von den Schweizer Vertretungen im Ausland. Wenn es feststellt, dass eine Markenanmeldung missbräuchlich das Schweizerkreuz und/oder die Bezeichnung «Schweiz» enthält, erhebt das IGE entweder direkt Einspruch oder es informiert die Branchenverbände darüber. Die Branchenverbände können ebenfalls gegen die Markeneintragung Widerspruch erheben. So hat das IGE beispielsweise in Indien im Jahr 2018 in 85 Fällen (Vorjahr: 59) gegen Markenanmeldungen mit einem missbräuchlichen Hinweis auf Schweizer Herkunft interveniert.

Am erfolgreichsten ist der Kampf gegen Missbrauch der "Marke Schweiz" durch Trittbrettfahrer dort, wo dieser im nationalen Recht verankert ist, wie beispielsweise in China. Das chinesische Markenamt weist missbräuchliche Anmeldungen mit Schweizerkreuzen oder dem Wort Swiss als Markenbestandteil konsequent zurück. Aufgrund dieser Änderung in der chinesischen Markeneintragungspraxis musste das IGE im Jahr 2018 in China lediglich in 34 Fällen (Vorjahr 69) eingreifen. Die gesetzliche Grundlage ermöglicht zudem in China die Einziehung und Vernichtung von Produkten, die missbräuchlich mit Swissness beworben werden. Der bilaterale Dialog mit China, der in einem jährlichen Treffen in Bejing oder Shanghai gipfelt, trägt somit nachweislich Früchte.

Das Institut für Geistiges Eigentum (IGE) ist das Eidgenössische Kompetenzzentrum für Patente, Marken, Herkunftsangaben, Design und das Urheberrecht. Einzelpersonen und Unternehmen registrieren ihre Innovationen und Kreationen beim IGE und schützen sie damit gegen Nachahmer. Dazu informiert das Institut die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten der Schutzrechte. In allen Bereichen des Geistigen Eigentums erfüllt das IGE einen politischen Auftrag: Es bereitet die Gesetzgebung vor, berät die Bundesbehörden und vertritt die Schweiz in internationalen Organisationen sowie gegenüber Drittstaaten. (IGE 30.4.2019)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
20.05.2019
dNEWS: Männer reagieren anders auf Diäten als Frauen
16.05.2019
dNEWS: Neue Studie über Gesundheitskosten von Zucker
15.05.2019
dNEWS: Migros investiert in Laborfleisch
13.05.2019
dNEWS: Schweizer kaufen teurer und edler als Deutsche
10.05.2019
d.NEWS: Schweizer Weinjahr 2018 mit Rekordernte
09.05.2019dAppenzeller Metzger Franz Fässler wird Metzger des Jahres 2019
07.05.2019d.NEWS: Massnahmen gegen Swissness-Missbrauch greifen
06.05.2019d.NEWS: Der offiziell schönste Hofladen 2019
01.05.2019dTIPP: Das perfekte Grill-Steak
29.04.2019dFORSCHUNG: Wie wirken Omega-3-Fettsäuren?
26.04.2019dINTERVIEW: mit Marcel Kreber zum Tag des Bieres 26.4.2019
25.04.2019dNEWS: Mehr Gäste und Jobs aber weniger Umsatz in der Gastronomie 2018
24.04.2019dTIPP: Basel startet Serie von Streetfood-Festivals 2019
23.04.2019dPRESSESCHAU: K-Tipp testet weisse Bratwürste
18.04.2019dNEWS: Neu im Schweizer Detailhandel: veganer «Beyond Burger»
17.04.2019dTIPP: Tête de Moine-Käsefest 3.-5. Mai 2019
15.04.2019dTIPP: Essbare Frühlingsblüten auf den Teller
11.04.2019dNEWS: WWF-Umweltrating zeigt Aufholjagd im Detailhandel
10.04.2019dTIPP: an Schweizer Grillwettkämpfen 2019 teilnehmen
09.04.2019dERFORSCHT: Soziale Faktoren der Lebensmittelbewertung
07.04.2019dGRATULATION: Bell feiert 150-Jahre-Jubiläum
03.04.2019dNEWS: Neue Rekorde für Knospe-Bioprodukte im 2018
02.04.2019dNEWS: Schweizer essen wieder mehr Zuckerwaren
02.04.2019dTIPPS: Schweizer Spargeln starten schon
01.04.2019dKein Aprilscherz: Innovative Musik-Reifung bei Käse
29.03.2019dNEWS: Geflügel- und Rindfleisch-Konsum steigen, Schweinefleisch verliert
26.03.2019dNEWS: Migros mit mehr Umsatz aber weniger Gewinn
25.03.2019dNEWS: Weniger Schweizer Schokolade im Inland, mehr im Export
25.03.2019dNährwertdatenbank des Bundes mit neuen Funktionen
21.03.2019dNEWS: Familie Schweizer isst mehr Käse
Ecke für Profis
18.05.2019
.GASTRONOMIE: Einige Würzsaucen und ihre Machart

Würzsaucen sind Konzentrate in flüssiger Form ähnlich wie Marinaden aber weniger ölhältig. Man verwendet sie auf dem Teller oder als Zutat beim Kochen. Viele haben Berühmtheit erlangt wie Ketchup, Sojasauce und Maggi.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland