Foodfachzeitung im Internet
Dienstag, 18. Juni 2019
Publireportage
17.06.2019
Waser Lachs: Rauchfisch aus Beckenried

Gourmets schwören auf handwerkliche Spezialitäten aus der Region. Seit Kurzem können sie auch geräucherte Fischfilets von einer Hobby-Premium-Räucherei in Nidwalden geniessen.
Report
Druckansicht05.02.2011
20 Jahre Entwicklung für den perfekten Apfel
Der Apfel ist des Schweizers liebste Frucht. Knapp 16 kg isst er jedes Jahr. Zwei neue Apfelsorten machen sich derzeit auf, die Gunst der Konsumenten zu erobern: Galiwa und Redlove.



Süss, knackig, saftig und gut lagerfähig: Das sind die Eigenschaften des Galiwa-Apfels.


Beim Galiwa haben sich die 18 Jahre intensiver Züchtungsarbeit gelohnt: Degustationen haben im letzten Jahr gezeigt, dass der knackig-saftige Galiwa bei den Konsumenten auf grossen Anklang stösst. Bei der Frage "Wie gerne haben sie diesen Apfel?" schnitt der Galiwa gar besser ab als der allseits beliebte Gala. Wenig verwunderlich: Denn der Apfel aus dem Hause Agroscope weist einen höheren Zuckergehalt auf als Gala. Und süsse Äpfel kommen besonders gut an bei den Konsumenten.

Der rote Galiwa weist nebst einem intensiven Aroma weitere wichtigen Vorzüge auf, die vor allem die Produzenten freuen dürften: Lagerfähigkeit und Erträge sind gut. Vor allem aber ist er resistent gegen die Pilzkrankheit Schorf. Damit füllt der Galiwa-Apfel insbesondere im Bio-Bereich eine Lücke. Denn bis anhin gab es zwar schorfresistente Sorten, diese aber waren meist säuerlich. Der Gala als süsslicher Apfel wird zwar heute im biologischen Anbau kultiviert, allerdings eignet er sich aufgrund seiner Schorfanfälligkeit nur bedingt dafür.

Rotes Fruchtfleisch

Schorfresistent ist nicht nur der Galiwa, sondern auch die Apfelneuzüchtung von Markus Kobelt, Besitzer der Baumschule Lubera aus dem sanktgallischen Buchs. Doch dies interessiert nur in zweiter Hinsicht. Denn Kobelts Apfel fasziniert primär durch sein rotes Fruchtfleisch, weshalb er auch "Redlove" – rote Liebe – heisst. Zwar gebe es seit langem solche rotfleischigen Äpfel, erklärt Kobelt. Doch diese eigneten sich aufgrund ihres sauren Geschmackes nur gerade zum Mosten.



Durch und durch rot: Der Redlove-Apfel.


"Die grosse Herausforderung bestand darin, einen süssen Tafelapfel zu züchten", erklärt Kobelt. 17 Jahre hat er dafür gebraucht. Noch gibt es den Redlove nicht in den Läden zu kaufen. 4 oder 5 Jahre werde es schon noch gehen, sagt Kobelt. Die ersten Bäume seien aber bereits angebaut worden. Gross ist das Interesse vor allem auch im Ausland, insbesondere in England, wo einige grosse Zeitungen im vergangenen Sommer ausgiebig über Kobelts Redlove berichtet haben.

Kobelt sieht im Redlove keine neue Apfel-, sondern generell eine neue Obstsorte. Das hat mit dem hohen Anteil an Anthocyanen zu tun. Diese sind für das rote Fruchtfleisch verantwortlich. Überdies verleihen sie dem Apfel ein Aroma, wie man es von den herkömmlichen Sorten nicht kenne, so Kobelt. In der Küche sei er vielseitig einsetzbar und dank seiner unkonventionellen Farbe sorge er für Abwechslung und ermögliche die Zubereitung kreativer Gerichte. Gekocht werde er rosa und dank den Anthocyanen oxidiere er nicht. Auch in Zukunft ist mit Kobelts Zuchtkünsten zu rechnen: Ein neues Projekt mit Äpfeln laufe bereits. "Etwas ganz Verrücktes", erklärt Kobelt. Mehr will er dazu nicht verraten.

Rote, knackig-süsse Äpfel sind am beliebtesten

Der Apfelmarkt ist von einem ständigen Auf und Ab verschiedener Sorten geprägt: Neue drängen auf den Markt, althergebrachte wie Glockenapfel oder Jonathan verlieren in der Gunst der Konsumenten. Derzeit ist der mild-süssliche Gala-Apfel am beliebtesten. 2009 hat er den langjährigen Leader Golden Delicious vom Thron gestossen. Zu den Aufsteigern gehört auch der ursprünglich aus Neuseeland stammende, leicht säuerliche Braeburn. Bild: Redlove.

Markus Kellerhals erklärt diesen Wandel so: "Apfelsorten haben wie andere Produkte einen bestimmten Lebenszyklus." Entscheidend dafür sind vor allem die Vorlieben der Konsumenten. Zwei Drittel der Leute bevorzugen süsse Apfelsorten, so Kellerhals. Entscheidend ist zudem die Farbe: So schneiden gelb-grüne Äpfel eindeutig schlechter ab bei Kundentests als rote. Wichtig ist auch das Fruchtfleisch, welches knackig sein müsse. (Text: LID / Michael Wahl)

Wissenswertes über Schweizer Äpfel

Die drei grössten Anbaugebiete Thurgau, Wallis und Waadt produzieren zusammen mehr als zwei Drittel der gesamten Tafelfrüchte. Mit Abstand am meisten angebaut und als einheimische Frucht das ganze Jahr über erhältlich ist der Apfel. Von den rund 6500 ha Obstkulturen sind 4300 ha Äpfelanlagen, wobei Golden Delicious sich seit Jahren an der Spitze hält. Birnen werden in der Schweiz auf 947 ha angebaut, wovon rund ein Drittel Williams sind. Weiter gibt es in der Schweiz auf 410 ha Erdbeeren, 444 ha Kirschen, 471 ha Aprikosen, 278 ha Zwetschgen und 153 ha Himbeeren.

Trotz des abnehmenden Obstbaumbestandes ist die Schweiz, bezogen auf die Bevölkerung, eines der obstreichsten Länder der Erde. Allerdings: So wie die Zeit, so haben sich auch die Anbauformen stark verändert. Der traditionelle hochstämmige Baum braucht viele Jahre bis er ausreichend Früchte trägt. Die Qualität sowie die Menge seiner Ernte schwanken stark. Hochstammbäume spielen heute vor allem als Lieferanten von Mostobst eine wichtige Rolle.


Apfel-Niederstamm-Intensivkultur im Thurgau

Das Mostobst wird in den Mostereien zu Apfelsaft und Apfelwein verarbeitet. Tafelfrüchte werden heute fast ausschliesslich in Obstkulturen auf Niederstammbäumen angebaut und 90 % der Schweizer Obstproduzenten orientieren sich an den Richtlinien der integrierten Produktion. Ihre Früchte dürfen mit der Herkunftsbezeichnung Suisse Garantie ausgezeichnet werden. (Text: Schweizerischer Obstverband SOV)
(gb)

Report – die neuesten Beiträge
14.06.2019
dVegi-Fleischalternativen an der IFFA 2019
07.06.2019
dWagyu-Fleisch richtig behandeln
31.05.2019
dStreetfood: kreativ oder exotisch mit Erlebniswert
24.05.2019
dFleischkäse: oft unterschätzt aber auch verehrt
17.05.2019
dWürzsaucen von Ketchup bis Sojasauce
10.05.2019dHaltbarmachen mit Zusatzstoffen: Wie und warum (nicht)?
03.05.2019dTIPP: Schmortopf «Tajine» für Feuerschale oder Grill
27.04.2019dRÜCKBLICK: Gourmet-Grilladen an der Flavour Fair 2019
19.04.2019dOSTERN-SPECIAL: Fakten und Tipps über Eier
12.04.2019dLow+Slow grillieren im Trend
05.04.2019dBäckerei-Messe FBK 2019 im Rückblick
29.03.2019dWieviel und welche Convenience in Restaurants?
22.03.2019dTrend auf der Alp: Fleisch statt Käse produzieren
15.03.2019dErfolgreiche Schlaraffia 2019 im Rückblick
08.03.2019dDo it yourself von Konfitüre bis selber schlachten
01.03.2019dMorchelsaison startet
22.02.2019dSaisonalprodukte verlieren an Bedeutung – mit wenigen Ausnahmen
15.02.2019dDosenwein auf dem Vormarsch
08.02.2019dPeru: von grillierten Meerschweinchen bis rohem Fisch
01.02.2019dSchokolade-Ganache selber herstellen
25.01.2019dKäse-Trends, -Aufbewahrungstipps und -Wissen
18.01.2019dCoop setzt auf vegane Käse und Steaks
11.01.2019dNeue Studie bestätigt Gesundheitswert von Vollkorn
04.01.2019dMultifunktionelle Mikroorganismen: Alleskönner in Lebensmitteln?
28.12.2018dKühl ist cool: Weinbau in hohen Lagen
24.12.2018dDresdner Christstollen für Weihnachten
20.12.2018dSchweizer Weidegans fürs Weihnachts-Festmahl
14.12.2018dWas und wie grillieren im Winter
07.12.2018dVielseitige, edle Kastanien
29.11.2018dPeru kulinarisch betrachtet
Ecke für Profis
15.06.2019
.LANDWIRTSCHAFT: Gründe für hohe Preise der Schweizer Schlachttiere

Dem Schweizer Lebensmittelmarkt haftet ein Hochpreis-Ruf an. Vor allem bei der Fleischproduktion liegen die Kosten höher als im umliegenden Ausland. Ein Vergleich mit Deutschland erklärt die Gründe.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland