Foodfachzeitung im Internet
Montag, 25. März 2019
Tipp
20.03.2019
BUCHTIPP: Weber's Steak

Der weltweit führende Grill-Experte Jamie Purviance beschreibt 60 Steak-Grillrezepte aus aller Welt. Mit Tabellen zur Garzeit und Leseprobe zum Gargrad-Test.
News, Tipps, …
Druckansicht05.03.2019
KOMMENTAR: Mehr Tierwohl in der Agrarpolitik

Mit der Agrarpolitik ab 2022 will der Bundesrat neue Perspektiven für die Land- und Ernährungswirtschaft schaffen. Die vorgeschlagenen Effizienzziele zur Kostensenkung und Stärkung der Wettbewerbskraft erhöhen den Druck auf die Bauern und auf den Tierschutz in der Landwirtschaft. Das Tierwohl spielt in der bundesrätlichen Strategie eine nur untergeordnete Rolle. Eine Koalition von STS, KAGfreiland und Mutterkuh Schweiz verlangt diesbezüglich im Rahmen der Vernehmlassung AP 22+ eine deutliche Korrektur. Ein fünf Punkte umfassender Massnahmenplan fasst die Forderungen zusammen:

Mehr Nachhaltigkeit - mehr Tierwohl: Investitionen ins Tierwohl sind angemessen zu entschädigen (Tierwohl muss sich lohnen!). Einerseits durch Weiterführung und Stärkung der bisherigen Förderbeiträge für tierfreundliche Ställe (BTS) und den regelmässigen Auslauf ins Freie (RAUS), andererseits durch ein drittes Tierwohlprogramm, das wegweisende und marktfähige Projekte wie Zweinutzungsrassen bei Hühnern, Mutterkuhhaltung oder muttergebundene Kälberaufzucht gezielt unterstützt.

Artgerecht heisst mehr Weidehaltung: Eine artgemässe Haltung der Nutztiere in einer bäuerlich geprägten, standortangepassten Landwirtschaft wird in der Kombination von RAUS und BTS angestrebt. Der Ausbau des Tierwohls mit dem Ziel «Freilandhaltungsland Schweiz» verlangt deutlich höhere Beiträge für RAUS und für BTS.

Gegen Massentierhaltung: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Tierwohl und Herdengrösse. Grosse Herden schränken das Tierwohl deutlich stärker ein als grosse Betriebe. STS, KAGfreiland und Mutterkuh Schweiz lehnen nicht nur eine Aufweichung der Tier-Höchstbestandesgrenze pro Betrieb ab, sondern verlangen zusätzlich eine sinnvolle Limitierung der Herdengrössen.

Tierzuchtförderung für langlebige, gesunde und widerstandsfähige Tiere: Keine einseitig auf Hochleistung ausgelegte Tierzucht ohne Rücksicht auf ethische Grundsätze. Es ist eine Tierzucht zu fördern, in der Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Tiere mit an erster Stelle stehen und keine zuchtbedingten «Abfallprodukte» entstehen.

«Qualitativer Aussenschutz» - mit Qualitätsstandards gegen Billigstimporte: Damit die Produktion nicht ins Ausland verlagert und der Schweizer Markt nicht mit Produkten aus tierquälerischer ausländischer Billigproduktion überschwemmt wird, sind für die Importe tierischer Produkte Qualitätsstandards einzuführen, die mit dem Schweizer Tierschutzgesetz gleichwertig sind. (Dr. Stefan Flückiger, Geschäftsführer Schweizer Tierschutz STS, 4. März 2019)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
25.03.2019
dNährwertdatenbank des Bundes mit neuen Funktionen
21.03.2019
dNEWS: Familie Schweizer isst mehr Käse
19.03.2019
dTIPP: Rindfleisch richtig beurteilen und garen
17.03.2019
dTIPP: Professionell und kreativ panieren
14.03.2019
dStrategien für Eier ohne Kükentötung
13.03.2019dImmer mehr Guetzli importiert, immer weniger exportiert
12.03.2019dMESSETIPP ANUGA: Tiefkühlen ist eine Erfolgsgeschichte
10.03.2019dNEWS: Wurstwaren werden teurer
07.03.2019dNEWS: Coop lanciert neuen Laden mit Handwerkschau
06.03.2019dNEWS: Überraschungssieger im Kassensturz-Berlinertest
05.03.2019dKOMMENTAR: Mehr Tierwohl in der Agrarpolitik
04.03.2019dFiBL-Studie: Bio-Palmöl ist auch sozial nachhaltig
26.02.2019dNEWS: Ale Mordasini wird «Goldener Koch 2019»
25.02.2019dKOMMENTAR: Neuer Trend - Fast Food aber nicht Junk food
21.02.2019dNEWS: Danone lanciert Nutri-Score-Ampel in der Schweiz
20.02.2019dNEWS: Die offiziell besten Bioprodukte 2019
18.02.2019dNEWS: Fraunhofer-Institut erforscht Ersatz von Palmfett
13.02.2019dBlumen und Schokoladeherz nicht vergessen: 14. Februar ist Valentinstag.
13.02.2019d«Filet des Monats» für Gastrobuchautor Herbert Huber
11.02.2019dNEWS: Erste Fricktaler Crevetten bald erntereif
07.02.2019dHygienerisiken bei Rohkost
05.02.2019dDo-it-yourself-Ideen mit Upcycling gegen Foodwaste
01.02.2019dKOMMENTAR: Wie sieht umweltoptimierte Ernährung aus?
30.01.2019dNEWS: Neue stark fettreduzierte Burger bei SV-Gruppe
28.01.2019dNEWS: offiziell innovativste Süsswaren 2019
23.01.2019dTIPP: proteinreiches Quinoa und Amaranth zubereiten
21.01.2019dTrends der Schweizer Landwirtschaft
16.01.2019dNEWS: Lindt & Sprüngli wächst und prosperiert
14.01.2019dKOMMENTAR: Wie echt schmeckt veganes Hackfleisch?
09.01.2019dNEWS: Nahrungsmittelverbrauch-Trends in der Schweiz
Ecke für Profis
23.03.2019
.GASTRONOMIE: Spitzenkoch setzt voll auf Swissness

Fast nur einheimische und saisonale Zutaten: Das Kräuterhotel Edelweiss auf der Rigi setzt dieses Konzept konsequent um, kauft bei 50 Bauernbetrieben aus der Region ein mit 80% Bioanteil und verwendet Kräuter statt Pfeffer oder Muskatnuss.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland