Foodfachzeitung im Internet
Donnerstag, 28. Januar 2021
Tipp
01.12.2020
Spitzenkoch-Rezepte im Metzgerkalender 2021

Rezepte von Starkoch Andreas Caminada und weiteren Spitzen-Kochbuchautoren Im Metzgerkalender 2021. Zwölf kulinarische Höhenflüge zum einfachen Nachkochen.
News, Tipps, …
Druckansicht12.10.2020
Wissenschafter fordern Werbebeschränkungen für ungesunde Produkte

Was wir essen, hängt von vielen Faktoren ab. Auch die Werbung für Lebensmittel beeinflusst unsere Ernährungsweise und kann nachhaltigere Konsumentscheidungen behindern. Das geht aus dem Gutachten des unabhängigen wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hervor.

Nach Angabe des WBAE wird wesentlich mehr Werbung für Produkte mit einer tendenziell ungünstigen Nährstoffzusammensetzung wie Süsswaren, Softdrinks und Snacks geschaltet als für eher gesundheitsförderliche Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Nüsse. Denn bei hoch verarbeiteten Produkten mit niedrigen Herstellungskosten – wie zum Beispiel Süssigkeiten – lohnt sich das Marketing besonders. In diesem Segment gibt es mehr Markenartikel, die zu höheren Gewinnen beitragen.

Vor allem kleinere Kinder sind stark durch Werbung beeinflussbar, berichtet der WBAE. In Studien haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass Kinder mehr von den Produkten essen, für die sie einen Werbeclip gesehen haben. Das kann zu einer höheren Kalorienaufnahme führen und damit das Risiko für Übergewicht erhöhen. Kinder sehen Marketingmassnahmen noch nicht mit der nötigen Skepsis. Mit zunehmendem Alter lernen die Heranwachsenden den Umgang mit Werbung. Allerdings lassen sich auch Jugendliche von „Influencern“ beeinflussen, die in sozialen Medien verschiedene Produkte anpreisen.

Einige Lebensmittel- und Getränkekonzerne haben auf EU-Ebene eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, an Kinder gerichtete Werbung für stark fett-, zucker- und salzhaltige Lebensmittel einzuschränken (EU-Pledge). Diese Initiative besteht seit dem Jahr 2007. Allerdings ist die Wirksamkeit dieser Massnahmen begrenzt. In Deutschland hat die Zahl entsprechender an Kinder gerichteter Werbeclips zwar abgenommen, zu den Sendezeiten des „Erwachsenenfernsehens“ werden aber nach einer Untersuchung der Universität Bonn weiterhin problematische Produkte in kindgerechter Weise beworben, obwohl auch hier oft Kinder vor dem Fernseher sitzen.

Nach Ansicht des WBAE sind wirksamere Massnahmen notwendig – vor allem zum Schutz von Kindern aus schwierigen Verhältnissen. Die Wissenschaftler halten es für sinnvoll, grundsätzliche Werbeeinschränkungen für wenig gesundheitsförderliche Produkte für bestimmte Zielgruppen zu erlassen – ähnlich wie in einigen skandinavischen Ländern. In Schweden und Norwegen ist Lebensmittelwerbung, die an Kinder unter 12 Jahren gerichtet ist, untersagt. Ausserdem sollten die Schutzmechanismen auch auf das Internetmarketing einschliesslich den sozialen Medien und Influencern ausgeweitet werden, so der WBAE. (BZfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
27.01.2021
dTREND: Weltweit steigt der Konsum essbarer Insekten
26.01.2021
dKOMMENTAR: Chancen und Risiken der Nanotechnologie
25.01.2021
dNEWS: Micarna-CEO Albert Baumann tritt zurück
24.01.2021
dKOMMENTAR: keine Billigpreis-Werbung mehr für Fleisch?
20.01.2021
dFORSCHUNG: Gesunde «Nebenwirkungen» dunkler Schokolade
19.01.2021dNEWS: Online-Käufe und Bioprodukte boomen in der Migros
18.01.2021dTIPP: Vegi-Steaks aus Jackfrucht
17.01.2021dTipp: Gourmet-Ketchup selber machen
17.01.2021dKOMMENTAR: Biochemische Erklärungen für Schokoladensucht
13.01.2021dTIPP: Gewürzten Essig selbst herstellen
12.01.2021dTIPP: Canihua, glutenfreies Getreide mit Chocoaroma
11.01.2021dSAISON: Sättigendes Wintergemüse Topinambur
10.01.2021dFORSCHUNG: Ebergeruch im Fleisch «ausschalten»
06.01.2021dTIPP: Harissa-Sauce mit Chili-Scharfmacher
05.01.2021dTIPP: Knusprige Pfannenpizza, blitzschnell ohne Ofen
04.01.2021dFORSCHUNG: Broccoli und Rosenkohl für gesunde Blutgefässe
03.01.2021dTREND: Vegane Ersatzprodukte werden immer beliebter
28.12.2020dKOMMENTAR: Chancen für biobasierte Kunststoffe als Lebensmittel-Verpackung
27.12.2020dFORSCHUNG: Vakuum-gegartes Fleisch besser verdaulich
22.12.2020dTIPP: Welches Obst reift nach und wie dies fördern?
21.12.2020dTIPP: Zitronengras richtig verwenden
20.12.2020dKOMMENTAR: «Tierschutz» fordert bessere Preise für Bauern
16.12.2020dSAISON: Federkohl, ein heimischer Superfood
15.12.2020dTIPPS: Typologie der Zitrusfrüchte
14.12.2020dFORSCHUNG: Blähungen vermeiden mit lang gegärtem Weizengebäck
13.12.2020dSAISON: Gänsebraten – rar auf Schweizer Weihnachtstafel
09.12.2020dTIPPS: Chocoüberzug mit Schokolade, Couvertüre oder Kakaoglasur?
08.12.2020dNEWS: CafetierSuisse befürchtet Café-Sterben wegen Corona
07.12.2020dBundesrat und Parlament: Ja zum Freihandel mit Indonesien
06.12.2020dRoberto Luisoni wird Metzger des Jahres 2020
Ecke für Profis
22.01.2021
.MOLKEREI: Molke ist gesund - was genau bietet sie?

Molke enthält viel Proteine hoher Wertigkeit, wasserlösliche Vitamine, Calcium und Immunoglobuline, die das Immunsystem stärken und Glycoproteine, die Mikroben hemmen.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland