Foodfachzeitung im Internet
Montag, 19. April 2021
Tipp
27.03.2021
SÜFFA 2021 bereits im September

Metzgerei-Fachmesse vom 18. bis 20. 9. 2021 in Stuttgart: Vorschau
News, Tipps, …
Druckansicht02.03.2020
TREND: Plastik-Verpackungen ersetzen

Plastik ist ein Problem für Umwelt und Gesundheit. Daher entwickeln Universitäten und Unternehmen verstärkt Verpackungsmaterialien für Lebensmittel, die sich schneller und ohne schädliche Rückstände abbauen und für die kein Erdöl gebraucht wird, sie dies bei PET, Polyäthylen oder –propylen, PVC und Polystyrol der Fall ist. Erste Produkte sind reif für die Praxis, zum Beispiel bio-abbaubare Folien aus Polymilchsäure oder Graspapier. Polymilchsäure entsteht mit Hilfe von Milchsäurebakterien zum Beispiel aus Maisstärke und ist biologisch abbaubar. Man kann daraus Folien, Becher und Schalen formen. Solche Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben eine deutlich bessere Klimabilanz als erdölbasiertes Plastik, da Mais, Weizen oder Zuckerrohr für ihr Wachstum Kohlendioxid aus der Luft entnehmen.

Auch wenn „Pflanzenplastik“ noch in den Kinderschuhen steckt und vergleichsweise teuer ist, erwarten Experten ein grosses Wachstum. Besonders nachhaltig wäre der Einsatz von Reststoffen wie Maisstroh oder Essensresten, damit keine Ackerfläche für den Anbau nachwachsender Rohstoffe gebraucht und für den Anbau kein Wald gerodet werden muss. Bereits praxisreif ist beispielsweise ein Biopolymer aus dem Milcheiweiss Kasein, das aus Rohmilch gewonnen wird, die nicht mehr verkehrsfähig ist.

Verpackungsspezialisten experimentieren ausserdem mit Algen, Kokosnussfasern, Tomatenpflanzen, Bananenstämmen, Sägespänen und Baumwollabfällen, um neuartige Schachteln und Schalen für Lebensmittel zu entwickeln. Seit einiger Zeit erfolgreich im Einsatz ist Graspapier, das bis zu 60 Prozent aus Gras statt aus Holz besteht. Die Ökobilanz ist deutlich besser als bei normalem Papier. Für Produkte wie Cornflakes oder Chips, die vor Feuchtigkeit geschützt werden sollen, entwickelt das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik derzeit Barriereschichten auf Basis von Molke-Proteinen.

Experimentiert wird auch mit Beschichtungen aus Algen und Tomatenschalen, um das auf Papier aufgedampfte Aluminium ersetzen zu können, das oft verpackte Lebensmittel trocken hält. Schon auf dem Markt sind plastikreduzierte Verpackungen, bei denen ein Teil durch natürliche Materialien wie Kreide oder Talkum ersetzt ist, zum Beispiel Joghurtbecher aus Polypropylen mit Talkum.

Klar ist: Der beste Plastikmüll ist der, der gar nicht erst entsteht. Verbraucher können bei vielen Produkten überflüssige Verpackungen vermeiden und Mehrweg bevorzugen. Die zweitbeste Lösung gegen die Plastikflut ist hochwertiges Recycling. Dafür warten Wirtschaft und Verbraucher aber auf besseres Verpackungsdesign, den Verzicht auf schlecht recycelbare Verpackungen und verbesserte Sortiertechniken auf den Recyclinghöfen. (BZfE)

Kunststoffe im Überblick

Als Kunststoffe bzw Plastik werden Werkstoffe bezeichnet, die hauptsächlich aus Makromolekülen bestehen. Wichtige Merkmale sind ihre technischen Eigenschaften wie Formbarkeit, Härte, Elastizität, Bruchfestigkeit, Temperatur-, Wärmeformbeständigkeit und chemische Beständigkeit. Die wichtigsten sind:
Polyethylen (PE),
Polypropylen (PP),
Polyvinylchlorid (PVC),
Polystyrol (PS),
Polyurethan (PU/PUR),
Polycarbonat (PC).

Herkömmliche Kunststoffe galten bislang als biologisch nicht abbaubar. Ohne biologischen Abbau zersetzen sich Kunststoffe nur sehr langsam durch chemische und physikalische Prozesse. In jüngerer Zeit wurden einige Organismen gefunden, die auch herkömmliche Kunststoffe abbauen können. Bereits seit langem sind biologisch abbaubare Kunststoffe bekannt. Die meisten der bisher etwa 30 vermarktungsfähigen, biologisch abbaubaren Kunststoffe sind Polyester, Polyamide, Polyesterurethane und Polysaccharide. (Wikipedia)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
18.04.2021
dFORSCHUNG: Folgen der Trinkwasserinitiative-Annahme
14.04.2021
dKOMMENTAR: Veganer Fischersatz liefert kaum Fisch-Nährstoffe
13.04.2021
dSAISON: Ist Rhabarber Gemüse oder Frucht?
12.04.2021
dKOMMENTAR: Keine gute Noten für Geschmack von Vegan-Pattys
10.04.2021
dNEWS: Migros deklariert Nutri-Score auf Eigenmarken
07.04.2021dSchalentier-Allergiker sollten Insektenprodukte meiden
06.04.2021dRessourcen sparen dank Nährstoffen aus Insekten, Pilzen und Algen
01.04.2021dKEIN APRILSCHERZ: Gemüseanbau im Weltraum
31.03.2021dTIPPS: Osterlamm richtig zubereiten
30.03.2021dNEWS: Die Migros wächst und prosperiert
29.03.2021dTIPPS: Wie lange halten sich gekochte Eier?
24.03.2021dKOMMENTAR: Wissenschaftler plädieren für Nutri-Score-Pflicht
23.03.2021dKOMMENTAR: Food Megatrends aus Sicht des GDI
22.03.2021dNEWS: Migros lanciert Nachhaltigkeits-Noten auf Produkten
21.03.2021dNEWS: Biokäse und Biobutter boomen im Detailhandel
17.03.2021dFORSCHUNG: Schon wenig Gezuckertes erhöht Körperfett
16.03.2021dKOMMENTAR: Nahrungsergänzung plus angereicherte Produkte ist riskant
15.03.2021dNEWS: Vegane Ernährung schmälert Knochengesundheit
13.03.2021dKinderwerbung für Fast Food, Snacks und Süsses nimmt zu
10.03.2021dNEWS: Schweizer essen mehr Guetzli aber importierte
09.03.2021dNEWS: Ja zum Freihandel mit Indonesien – die Folgen
08.03.2021dTIPP: Die richtige Bratpfanne
07.03.2021dWho is who bei den Hülsenfrüchten
03.03.2021dKOMMENTAR: Vitamin-D-Präparate zur Virenabwehr ist unbewiesen
02.03.2021dTIPP: Fleisch – Ausstellung der Nationalbibliothek in Bern
01.03.2021dNEWS: Schweizer essen weniger Schoggi aber mehr importierte
28.02.2021dNEWS: innovative Selenanreicherung im Apfelanbau
24.02.2021dKOMMENTAR: Appell an Verarbeiter - wenn Salz dann jodiertes
23.02.2021dNEWS: Bio boomt in Europa
22.02.2021dTIPPS: Schöne Haut dank gesunder Ernährung
Ecke für Profis
16.04.2021
.BÄCKEREI: Comeback von Buchweizen – die Vorteile

Brot und Teigwaren aus Buchweizen: Das glutenfreie Trendlebensmittel ist nussig-aromatisch und hat viel Potenzial als Alternative zu etablierten Getreidearten. Umgang erfordert Fachwissen.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland