Foodfachzeitung im Internet
Montag, 20. Mai 2019
Tipp
29.04.2019
Brotbackkurse bei Lehmann Holzofenbeck

Grundlagen der Teigherstellung, Gärvorgang mit Hefe oder Natursauerteig, Aufarbeiten, Formen, Backen. Fragen rund um Biozutaten, Rohstoffherkunft, Ernährung, Unverträglichkeiten, Haltbarkeit etc.
News, Tipps, …
Druckansicht29.04.2019
FORSCHUNG: Wie wirken Omega-3-Fettsäuren?

Dass sich Omega-3-Fettsäuren positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken, ist wissenschaftlich gut belegt. Welcher molekulare Mechanismus hinter dieser Wirkung steckt, ist dagegen weniger bekannt. Grundlegende Erkenntnisse, um sich dieser noch ungeklärten Frage zu nähern, brachte nun eine Studie, die Lebensmittelchemiker der Bergischen Universität Wuppertal gemeinsam mit einer britischen Arbeitsgruppe über ein Jahr lang durchführten.

Senkung der Blutfettwerte, Regulation von Entzündungen oder der Einfluss auf die Gerinnungsfähigkeit des Blutes – Omega-3-Fettsäuren haben zahlreiche positive Eigenschaften für die Gesundheit. So viel steht fest: Die spezielle Gruppe von mehrfach ungesättigten Fettsäuren wandelt der Körper nach ihrer Aufnahme teilweise in so genannte Eikosanoide und andere Oxylipine um.

„Diese oxidierten Fettsäuren sind starke Botenstoffe und damit wichtig für die Signalübertragung und die chemische Kommunikation in den Zellen. Oxylipine aus Omega-3-Fettsäuren wirken so als Mediatoren mit vielen physiologischen Funktionen wie zum Beispiel der Hemmung von Entzündungen“, erklärt Prof. Dr. Nils Helge Schebb, Leiter des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie an der Uni Wuppertal. Mit seinem Team ging der Wissenschaftler nun der Frage nach dem Dosis-Wirkung-Zusammengang nach, also wie sich die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren auf die Konzentration von diesen Oxylipinen im Blut auswirkt.

Besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist fettreicher Fisch aus vor allem kalten Gewässern – z. B. Lachs, Makrele und Hering. Hier kommen vor allem die Eicosapentaen- (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) vor. Im Verlauf der Studie verzehrten gesunde Menschen ein Jahr lang die Menge an EPA und DHA von einer, zwei und vier Portionen Fisch pro Woche. „Innerhalb ihrer Gruppe nahmen die teilnehmenden Personen immer die gleiche Menge Omega-3-Fettsäuren zu sich“, erklärt Nils Helge Schebb. Schliesslich untersuchte das Studienteam zu bestimmten Zeitpunkten die im Blut befindliche Menge an Oxylipinen. „Wir wollten wissen, wie sich das Oxylipinmuster in Abhängigkeit der Portionen verändert.“

Nach einem Jahr blicken die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf besondere Ergebnisse: „Wir konnten einen klaren linearen Zusammenhang feststellen. Vereinfacht gesprochen: Je mehr Fisch jemand zu sich nimmt, desto mehr Oxylipine bildet der Körper. Es findet entsprechend keine Regulierung der Bildung durch den Körper statt. Was aufgenommen wird, wird auch verarbeitet“, fasst Nils Helge Schebb zusammen. So ein eindeutiger Zusammenhang sei aus Sicht der Wissenschaft spannend und grundlegend für die weitere Erforschung der Wirkung von Omega-3-Fettsäuren. (Lehrstuhl für Lebensmittelchemie Universität Wuppertal)

Stichwort: .Ernährung:
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
20.05.2019
dNEWS: Männer reagieren anders auf Diäten als Frauen
16.05.2019
dNEWS: Neue Studie über Gesundheitskosten von Zucker
15.05.2019
dNEWS: Migros investiert in Laborfleisch
13.05.2019
dNEWS: Schweizer kaufen teurer und edler als Deutsche
10.05.2019
d.NEWS: Schweizer Weinjahr 2018 mit Rekordernte
09.05.2019dAppenzeller Metzger Franz Fässler wird Metzger des Jahres 2019
07.05.2019d.NEWS: Massnahmen gegen Swissness-Missbrauch greifen
06.05.2019d.NEWS: Der offiziell schönste Hofladen 2019
01.05.2019dTIPP: Das perfekte Grill-Steak
29.04.2019dFORSCHUNG: Wie wirken Omega-3-Fettsäuren?
26.04.2019dINTERVIEW: mit Marcel Kreber zum Tag des Bieres 26.4.2019
25.04.2019dNEWS: Mehr Gäste und Jobs aber weniger Umsatz in der Gastronomie 2018
24.04.2019dTIPP: Basel startet Serie von Streetfood-Festivals 2019
23.04.2019dPRESSESCHAU: K-Tipp testet weisse Bratwürste
18.04.2019dNEWS: Neu im Schweizer Detailhandel: veganer «Beyond Burger»
17.04.2019dTIPP: Tête de Moine-Käsefest 3.-5. Mai 2019
15.04.2019dTIPP: Essbare Frühlingsblüten auf den Teller
11.04.2019dNEWS: WWF-Umweltrating zeigt Aufholjagd im Detailhandel
10.04.2019dTIPP: an Schweizer Grillwettkämpfen 2019 teilnehmen
09.04.2019dERFORSCHT: Soziale Faktoren der Lebensmittelbewertung
07.04.2019dGRATULATION: Bell feiert 150-Jahre-Jubiläum
03.04.2019dNEWS: Neue Rekorde für Knospe-Bioprodukte im 2018
02.04.2019dNEWS: Schweizer essen wieder mehr Zuckerwaren
02.04.2019dTIPPS: Schweizer Spargeln starten schon
01.04.2019dKein Aprilscherz: Innovative Musik-Reifung bei Käse
29.03.2019dNEWS: Geflügel- und Rindfleisch-Konsum steigen, Schweinefleisch verliert
26.03.2019dNEWS: Migros mit mehr Umsatz aber weniger Gewinn
25.03.2019dNEWS: Weniger Schweizer Schokolade im Inland, mehr im Export
25.03.2019dNährwertdatenbank des Bundes mit neuen Funktionen
21.03.2019dNEWS: Familie Schweizer isst mehr Käse
Ecke für Profis
18.05.2019
.GASTRONOMIE: Einige Würzsaucen und ihre Machart

Würzsaucen sind Konzentrate in flüssiger Form ähnlich wie Marinaden aber weniger ölhältig. Man verwendet sie auf dem Teller oder als Zutat beim Kochen. Viele haben Berühmtheit erlangt wie Ketchup, Sojasauce und Maggi.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland