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Mittwoch, 13. Dezember 2017
Tipp
07.12.2017
CCA-Magazin über Regionalprodukte

Das CCA-Fachmagazin heisst neu «Et voilà». Ausgabe 23 mit Leseprobe über Forellenzucht Schwendi.


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Report
Druckansicht18.10.2014
Spannende Jubiläums-Gourmesse 2014
Rund 11’000 Feinschmecker haben am Wochenende des 11.10.2014 die 20. Gourmesse besucht. Erstmals gab es dabei ein Beef-Seminar und eine Käse-Tagung.


Die Nachfrage nach regional produzierten Lebensmitteln war gross. Der Trend, sich bewusst gut zu ernähren, ist ungebrochen. Die Veranstalterin Edition Salz&Pfeffer zieht eine gute Bilanz.

Zum 20. Mal fand in Zürich die Gourmesse statt. Vom Freitag, 10. bis am Montag, 13. Oktober lockte sie rund 10800 Besucher ins Kongresshaus, in dessen Hallen über 180 Aussteller rund 1000 Delikatessen feilboten. An zahlreichen Marktständen waren die Hersteller persönlich anwesend und präsentierten ihre Spezialitäten einer interessierten Kundschaft. Grossanbieter oder Massenwaren suchte man vergeblich, hier trafen sich ausschliesslich die Hüter des guten Geschmacks. Die 20. Gourmesse war ein Erfolg, der Besucherandrang gross und die Aussteller zufrieden.


Eine der beeindruckendesten Produktinszenierungen findet sich an jeder Gourmesse bei Braschler’s Comestibles

Südtirol hatte einen Auftritt wie ein Gastland und offerierte nicht nur Weine von Meran und Hochprozentiges sondern kochte Knödel zum degustieren. Bild: Speck- und Spinatknödel. Bald bei Globus im Angebot als TK-Convenience. Kochzeit ohne Auftauen 15 Min. Schmackhaft und währschaft.


Frischteigwarenproduktion bei Bravo an der Gourmesse. Das Teigwarensheet wird zu Nudeln geschnitten.


Bei der Natürli Zürioberland AG gibt es traditionelle und innovative Rohmilchkäse mit Charakter. Mehrere Sorten sind prämiert. Die Verkäuferin gibt einen Tipp, wie man rezenten und milden Käse derselben Sorte schon an der Farbe unterscheiden kann: der rezente ist blasser, weil durch die längere Reifung die Carotinoide stärker abgebaut sind.


Japanische Kabuki-Saucen für Salate und als Fleischmarinade von Akari Taste mit eigener Produktion in Kloten. Teil sind sie süss, zwei sind scharf (dank Chili oder Wasabi, letztere sticht auch in der Nase), alle enthalten Sojasauce. Für Fisch und Fleisch eignet sich die Sorte mit Wasabi und geröstetem Sesam sehr gut. Das natürliche Verdickungsmittel Xanthan sorgt für die richtigen Fliesseigenschaften.


Die traditionelle Olivenölbar der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, wo die Messebesucher degustieren und ihr Lieblingsprodukt angeben konnten. Das mit den meisten guten Noten erhält den Publikumspreis Olio.


Wenn man berndeutsch geduzt wird, dann ist man bei den charmanten Verkäuferinnen von Jumi.


Bei Jumi aus Bern, einer der innovativsten Käsereien, welche die bekannte Belper Knolle mit Pfeffermantel lancierte. Neu ist das Blaue Hirni, ein schmackhafter Blauschimmel-Frischkäse mit gerippter Oberfläche wie ein Gehirn. Aber warum ist er grün? Warum heisst er dann nicht Grünes Hirni? Auch für hirnlastige Zürcher keine einfachen Fragen.


Kaviar bei der Zuger Confiserie Speck: dies Dose sieht aus wie von echtem Kaviar aber der Inhalt erinnert an Schokolade, farblich und geschmacklich. Keim Wunder, es sind chocolierte Getreidecrispies. Ob nun die Störzüchter als Revanche den Kaviar in Tortenform präsentieren werden?


Die Nudelwerkstatt La Martina offeriert auch 12 Sorten Biopesto, dabei auch ein paar extravagante. Kinder sind an der Gourmesse willkommen und lernen dort früh, was Delikatessen ausmachen.


Ruedi Käser ist einer der innovativsten Schweizer Bauern bei der Entwicklung von hochstehenden Hofprodukten. Sein Single Malt-Whisky (links) erhielt 180 Medaillen. Sein Hof «Käsers Schloss» ist auch permanent in der Zürcher Markthalle Viadukt mit der grossen Auswahl an Hofprodukten präsent. Neu ist Tschin, eine Gin-Eigenkreation mit handgemalten Ettiketten. Käser rät, Whisky temperiert zu trinken, da sich dann das Aroma besser entfaltet.



Bei der Fleischtrocknerei Bischofberger am Gemeinschaftsstand von Alpinavera: Slowfood-Bündnerfleisch nach traditioneller Art hergestellt und Bünderfleisch statt mit Pökelstoff mit Meersalz, eine Rarität.



Schafkäsespezialitäten bei der Toggenburger Städtlichäsi Lichtensteig. Der national und international mehrfach prämierte Inhaber Willi Schmid ist einer der innovativsten Käser der Schweiz.


Die Bio-Holzofenbäckerei Lehmann stellt St.Galler Bürli von Hand her. Sie sind saftiger als Maschinenbürli. Und sie sind bio, auch in St.Gallen eine Rarität.


Das Ittinger Amberbier wird seit 1982 nach altbewährtem Rezept gebraut. Es ist ein charaktertypisches, leicht trinkbares amberfarbiges, untergäriges Bier mit einer Stammwürze von 13,8% und einem Alkoholgehalt von 5,6%. Zu den Zutaten zählen helles und dunkles Gerstenmalz, Weizenmalz, Cara Pils und Münchner Caramalz, sowie Hallertauer Aromahopfen Tradition und Perle aus dem Klostergarten der Kartause Ittingen.

Der Beef-Workshop unter der Leitung von Spitzenkoch André Jaeger erwies sich als überaus beliebt und war bereits lange vor Messebeginn ausverkauft.


Das Beef-Seminar war ausgebucht. Kein Wunder - wo sonst kann man Spitzenfleischsorten direkt miteinander vergleichen und erhält Infos und Tipps von einem Spitzenkoch.


Die Gäste des Beef-Workshops konnten drei Sorten Spitzenrindfleisch vergleichen: von links: Spanisches Casina, eine «alte Kuh» mit starkem Beefaroma, Black Angus US Prime biologisch, japanisches Wagyu, das berühmte Kobebeef mit sehr starker Marmorierung: Saftig und zart.

Premiere feierte dieses Jahr der «Schweizer Käsetag», welcher am Messe-Montag durchgeführt wurde. Die Veranstaltung bot einen bunten Mix aus Vorträgen, Diskussionen und Degustationen. Der Käse stand dabei natürlich im Mittelpunkt, besonders die wirklich guten Kreationen aus den besten (kleinen) Käsereien des Landes.


Am Ende der Käsetagung gab es eine Podiumsdiskussion zu den Fragen: Was ist nötig, um dem Schweizer Käse im In- wie im Ausland die Marktchancen zu verbessern? Welche Rolle spielt die Gastronomie, welche insbesondere die Spitzenköche? Welche Chancen bestehen, dass Schweizer Käse auch in einem weiter liberalisierten Markt überleben kann? Ein detaillierter Bericht über die Tagung folgt demnächst.

«Damit bieten wir den selbstständigen Käsern und ihren tollen Innovationen eine Plattform, sich den Köchen, Gastronomen und den Konsumenten aus der Stadt zu präsentieren», sagt Vanessa Pua, Projektleiterin Gourmesse. Geboten wurden denn vom Rohmilch- und Blauschimmelkäse über Ziegen- und Schafsmilchkreationen zahlreiche seltene Köstlichkeiten - Käse eben, der diesen Namen tatsächlich noch verdient. Mit dieser erfreulichen Bilanz ging die 20. Gourmesse am Montagabend um 20 Uhr zu Ende. Im Jahr 2015 findet die Gourmesse vom 9. bis 12. Oktober statt. (Text: Gourmesse)
(gb)

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