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Mittwoch, 23. Mai 2018
Tipp
16.03.2018
Lugano Schweizer Genussstadt 2018

Lugano wird Schweizer Wein- und Gastronomiehauptstadt 2018: Ein Anlass für ein grosses Volksfest.
Report
Druckansicht16.03.2013
Einige Rosinen der Schlaraffia 2013
Hohes Publikumsinteresse an der 13. Schlaraffia-Delikatessen- und Weinmesse in Weinfelden


Zum ersten Mal an der Schlaraffia: Belmont Fruits, ein Obstproduzent aus dem Freiburgischen Montagny-la-Ville, der neben der Herstellung von Früchteprodukten und Edelbränden auch Wollschweine züchtet, eine wiederentdeckte Rasse mit schneeweissem, edlem Fett. Im Bild ein ausgestopftes Exemplar (nicht zu verwecheln mit der sagenhaften eierlegenden Wollmilchsau) und Wollschwein-Saucissons.

Zum dreizehnten Mal traf sich die Ostschweizer Feinschmecker-Szene an der Schlaraffia, der Wein- und Gourmetmesse in Weinfelden. 11‘000 Besucherinnen und Besucher degustierten Weine und Delikatessen von über 130 Ausstellern und genossen ein attraktives Rahmenprogramm.


Neu von der Appenzeller Mineralquelle Goba, welche mit Blütenlimonaden berühmt wurde, ist «iisfee», eine zuckerreduzierte Biolimonade mit Grüntee und dem berühmten Flauder-Blütenaroma.

130 Aussteller aus nah und fern präsentierten vom 7. bis 10. März 2013 edle Weine, feine Delikatessen und Spezialitäten aus der Ostschweiz, der Schweiz und dem Ausland. Grosse Beachtung fanden die beiden Themenschauen von Agro Marketing Thurgau und der Schweizerischen Vereinigung von AOC-IGP mit ihren genussreichen Spezialitäten verschiedener Produzenten.


Jumi ist einer der innovativsten Schweizer Hofproduktehersteller und einer der professionellsten im Marketing. Die Firma produziert Käse sowie Fleischprodukte und ist bekannt für die Belper Knolle, «das schärfste aus Belp». Hier ein Käse mit Ziger namens Spahn (Kuhmilch, Rohmilch, vollfett, ein Jahr gereift), den man mit Trüffelhonig zusammen essen soll gemäss der Empfehlung von Jumi. In der Tat eine passende Mariage, nur die Trüffelnote wird vom starken Käsegeschmack überdeckt.


Neu von der Bündner Fleischtrocknerei Bischofberger: ein Salsiz mit 15% Bündner Röteli, ein traditioneller Gewürz-Kirschen-Liqueur. Die dezente Süsse und Säure des Liqueurs harmoniert gut mit der rezenten Rohwurst. Vielleicht exportierten die Zuger die Idee ihrer Chriesiwurst mit getrockneten Kirschen, eine erfolgreiche Innovation. Aber gute Ideen entstehen manchmal auch unabhängig an mehreren Orten. Auf jeden Fall ist der Salsiz keine Brühwurst wie das Zuger Pendant sondern eine Rohwurst. Ist das nicht ein Fingerzeig für die Freiburger, Saucissons mit Vin cuit zu entwickeln?


Zu den Highlights dieses Jahres zählten die beliebten Live-Kochshows, das Kinder-Programm „Schlaraffia- Kids“ sowie diverse Aktivitäten bei Ausstellern (z.B. Barista-Vorführungen, Live- Produktionen, etc.). Auch die Schlaraffia-Diners bei führenden Weinfelder Gastbetrieben wurden rege besucht.



Profi-Barista Guido Walliser von der Turm+Bogen-Kaffeerösterei demonstriert seine beeindruckende Milchschaum-Kunst – fast zu schön zum Trinken. Die Rösterei gewann mit ihrer Kaffeemischung Poema in Deutschland den ersten Preis eines Kaffeewettbewerbs. Sie ist mittelstark geröstet, schmeckt gehaltvoll, elegant, dezent in der Säure und kaum bitter. Gut geeeignet für Espresso und Café crème.



Von der Bio-Holzofenbäckerei Lehmann: keine Jumbo-Fastenwähe sondern ein ähnlich aussehendes Fougasse, ein Rosmarin-Olivenöl-Brot. Bei diesem XXL-Kaliber könnte man sowieso nicht mehr von Fasten sprechen. Und in der Grösse von Orangen gibt es bei Lehmann mit Buttercrememousse gefüllte Bio-Kirsch-Amaretti (auf Bestellung). Der Minitrend war gestern, heute erheischt man Aufmerksamkeit mit Supersize.


Nach stetigen Besucherrekorden der letzten Jahre etablierte sich die Anzahl Gäste in diesem Jahr wie gewohnt auf sehr hohem Niveau. Mit 11‘000 Besucherinnen und Besuchern (Vorjahr 11‘500) erfreut sich die Weinfelder Trendmesse weiterhin grösster Beliebtheit.


Edelkonserven vom Schloss Herdern, einem Heim mit Bauernhof, eigener Käserei, Dörrerei und Kreativatelier. Im Bild schwarze unreife Baumnüsse, mit Zuckersirup im Glas sterilisiert. Passend zu Wild oder Vanilleglacé.



Die Trüffelmanufaktur offeriert Trüffelbutter mit 15% schwarzen Trüffeln aus Italien, Salz und Süssrahmbutter. Hergestellt in Deutschland. Verwendungstipp: 1 El Trüffelbutter unter eine Portion heisse Pasta (gekocht 250 gr., roh 125 gr.) heben, nach Geschmack salzen und pfeffern - fertig.

Die Aussteller zeigten sich nach ersten Umfragen sehr zufrieden mit dem regen Interesse des Publikums und die Besucher kamen dank der breiten Vielfalt an Weinen, Getränken und Delikatessen (der Anteil an Gourmetprodukten konnte weiter gesteigert werden) ebenfalls vollends auf ihre Kosten. „Die qualitativ hochwertigen Produkte unserer Aussteller stossen auf ein sehr positives Interesse der Besucher“, stellte Verwaltungsrats-Präsident Rolf Müller deshalb erfreut fest. „Das Niveau stimmt auf beiden Seiten.“



Slowfood-Gewürze aus Marokko und Tunesien im Offenverkauf bei Medinabazar.


Die Confiserie Martin verkauft französischen Bio-Slowfood-Edelnougat von Boîte à Nougats, welche in Zürich einen eigenen Laden führt. Hergestellt mit 42% Lavendelhonig. Es ist weicher Provence-Nougat (weil der Zucker kristallisiert) - im Gegensatz zum harten Montélimar-Nougat


Auch ausländische Aussteller waren vertreten wie hier die österreichische Firma Vulcano mit Rohschinken bzw Schinkenspeck wie man dort sagt. Er zählt zum Feinsten, was Österreich zu bieten hat und ist knochengereift (15 Monate an der Luft abgehangen). Zart und mild im Reifearoma. Dazu ein steirischer Welschriesling - so könnte man selbst monatelang "abhängen".


(gb)

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